Unglück über der Ukraine: Beim Absturz der MH17 kamen 298 Menschen ums Leben.

Nach MH17Airlines wollen Überflüge koordinieren

Der Abschuss von Flug MH17 schockierte die Branche. Nun sollen internationale Organisationen wie die Icao oder Iata Überflüge über Krisenherde freigeben.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Behörden und Organisationen arbeiten in der Regel eher gemächlich. Und daher ist es nicht erstaunlich, dass bei der Dringlichkeitssitzung der Internationalen Luftfahrtorganisation Icao von dieser Woche erst einmal eine Taskforce gebildet wurde. Sie soll nach dem Absturz der Boeing 777 von Malaysia Airlines über der Ukraine neue Sicherheitsstandards für den Überflug von Krisengebieten erarbeiten. Dabei gehe es auch darum, Informationen zu sammeln und an die Airlines weiterzugeben, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.

Bislang hat die Icao wenig Einfluss und ist nicht in der Lage, Lufträume zu sperren. Stattdessen sind die einzelnen Mitgliedsländer zuständig für ihren Luftraum und zeigen wenig Begeisterung, diesen Zustand zu ändern. Schließlich sind die Risiken klein und erhalten sie auch Überflugsgebühren. Auch der Austausch von Sicherheitsinformationen gestaltet sich schwierig, da diese häufig auf Erkenntnissen von Geheimdiensten beruhen. Viele sind Länder nicht bereit, diese auf breiter Ebene zu teilen.

Emirates prescht vor

Das weiß auch Iata-Chef Tony Tyler und appelliert an die Staaten: «Die Länder haben eine moralische Verpflichtung, sicherzustellen, dass unschuldige Menschen nicht gefährdet werden», erklärte er bei einer Pressekonferenz am Rande der Icao-Sitzung. Der Absturz der MH17 zeige, dass es Lücken im heutigen System gebe. Die müssten nun geschlossen werden.

Unterdessen prescht Emirates vor: Die Airline fordert, dass eine neue Organisation - möglicherweise angesiedelt bei der Iata - Sicherheitsinformationen sammelt und den Airlines zur Verfügung stellt, darunter auch Flugempfehlungen über Krisenherde. MH17 habe «alles geändert» und die Airlines müssten nun ihre Informationen miteinander teilen. Emirates selbst wird nach dem MH17-Unglück nicht mehr über den Irak fliegen, wo es derzeit heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den islamistischen Isis-Rebellen gibt. Man habe keine Informationen, dass die Rebellen, Luft-Boden-Raketen besäßen. Aber man wolle die Passagiere beruhigen, erklärte Emirates-Chef Tim Clark gegenüber der Financial Times.

Malaysia Airlines verteidigt sich

Zuvor hatte auch Malaysia Airlines eine Überarbeitung der Richtlinien zur Flugsicherheit gefordert. Die Beurteilung der Sicherheit von Flugrouten dürfe nicht länger im Ermessen und der Verantwortung der Fluggesellschaften liegen, erklärte Verkaufschef Hugh Dunleavy gegenüber dem britischen Telegraph. Zugleich verteidigte er die Entscheidung, über die Ukraine geflogen zu sein, als andere Airlines bereits darauf verzichtet hatten. Die Route sei sowohl von der ukrainischen Luftfahrtaufsicht als auch von Eurocontrol gebilligt worden.

Mehr zum Thema

ticker-emirates

Emirates prüft offenbar neue Strecke: Mailand - Lima

ticker-emirates

Emirates kurbelt Nachfrage an - unbegrenzt kostenlose Umbuchungen für Dubai-Flüge

ticker-emirates

Emirates bleibt bis 2033 Hauptsponsor des FC Arsenal

Foto der Boeing 777X aus dem Mai 2020: Ist eine Modernisierung der D-ABTA möglich und sinnvoll?

Auch Lufthansa will veraltete Boeing 777X nicht akzeptieren

Video

Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Sturm am Flughafen Forli: Flugzeuge umgedreht.
Ein heftiger Sturm mit Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde ist über Forlì in Italien hinweggezogen. Auch der Flughafen wurde getroffen: Zwei eingelagerte Boeing 737 und mehrere Kleinflugzeuge wurden beschädigt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin