A380 von Emirate: Nicht groß genug

Lukrativer AuftragUS-Regierung fliegt mit Emirates statt United

Emirates schnappt United mit Schützenhilfe von Jetblue einen lukrativen Auftrag der US-Regierung weg. Die Amerikaner ziehen drastische Konsequenzen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Streit zwischen den amerikanischen Fluggesellschaften und den Golfairlines ist inzwischen eine ausgewachsene Fehde – und schon wieder zündet eine neue Eskalationsstufe. United Airlines gab bekannt, ab Ende Januar nicht mehr von Washington nach Dubai zu fliegen. Kein amerikanischer Anbieter wird dann mehr in die Golfregion fliegen. Delta hatte im Oktober bekannt gegeben, die Flüge von Atlanta nach Dubai aufzugeben.

«Wir haben die Route sieben Jahre lang erfolgreich angeboten», teilt United mit. «Aber die rapide Expansion der subventionierten Anbieter wie Etihad und Emirates hat ein Überangebot an Flügen in die Golfregion geschaffen.» Das habe dazu geführt, dass die Flüge von United weniger profitabel wurden.

Emirates bekommt lukrativen Regierungsauftrag

Ein Grund für den Rückzug von United ist auch eine Entscheidung der Regierung in Washington. Sie hat einen lukrativen Auftrag, den bisher United ausführen konnte, an die Konkurrentin Jetblue vergeben. Die Flüge von Regierungspersonal in die Golfregion werden neu über die Billigairline gebucht. Der Verlust des Auftrags ist nicht das einzige, was United sauer aufstößt. Jetblue fliegt selbst nämlich gar nicht nach Dubai. Die Flüge lassen sich zwar bei der US-Billigairline buchen, doch ausgeführt werden sie von Uniteds Erzfeindin Emirates.

«Wir haben alles versucht, um uns formal gegen die Entscheidung zu wehren», teilt United auf ihrer Homepage mit. «Doch wir hatten damit keinen Erfolg.» Eigentlich darf die US-Regierung derartige Aufträge nicht direkt an ausländische Airlines abgeben. Der Codeshare mit Jetblue macht es aber nun möglich. Rund 15'000 Angestellte der Regierung wird Emirates nun pro Jahr transportieren.

Jetblue auf Seite der Golfanbieter

Jetblue hat auf die Vorwürfe von United bereits reagiert. «Die Regierung hat die Pflicht, für den Auftrag die besten Vertragskonditionen zu suchen. Bei uns hat sie diese dank unserer Partnerin Emirates gefunden. Jetblue hatte schon vor einiger Zeit die großen US-Anbieter kritisiert. Die Kritik von United, Delta und American, dass die Golfairlines subventioniert seien und das zu unfairem Wettbewerb führe, sei an den Haaren herbeigezogen, so Geschäftsführer Robin Hayes. Sie würden einfach versuchen, gesunden Wettbewerb zu verhindern.

Auch Frachtunternehmen wie Fedex sowie diverse Flughäfen sind auf der Seite der Golfanbieter. Diese argumentieren, dass auch ihre Gewinne durch solche Beschränkungen geschmälert würden. Man sei abhängig von der freien Wirtschaft und profitiere auch davon.

Mehr zum Thema

ticker-emirates

Emirates plant Airbus-A350-Einsätze um

ticker-emirates

15.588 Flüge: Emirates feiert 15. Genf-Jubiläum

ticker-emirates

Emirates bringt Airbus A380 vorübergehend nach Düsseldorf

Emirates hat insgesamt 35 Dreamliner bestellt: Nun könnte die Order wackeln.

Emirates könnte gesamte Dreamliner-Bestellung in eine für zusätzliche Boeing 777X umwandeln

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin