Letzte Aktualisierung: um 18:36 Uhr
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Lukrativer Auftrag

US-Regierung fliegt mit Emirates statt United

Emirates schnappt United mit Schützenhilfe von Jetblue einen lukrativen Auftrag der US-Regierung weg. Die Amerikaner ziehen drastische Konsequenzen.

Emirates

Flugbegleiterinnen von Emirates: Bald bedienen sie US-Regierungsmitarbeiter.

Der Streit zwischen den amerikanischen Fluggesellschaften und den Golfairlines ist inzwischen eine ausgewachsene Fehde – und schon wieder zündet eine neue Eskalationsstufe. United Airlines gab bekannt, ab Ende Januar nicht mehr von Washington nach Dubai zu fliegen. Kein amerikanischer Anbieter wird dann mehr in die Golfregion fliegen. Delta hatte im Oktober bekannt gegeben, die Flüge von Atlanta nach Dubai aufzugeben.

«Wir haben die Route sieben Jahre lang erfolgreich angeboten», teilt United mit. «Aber die rapide Expansion der subventionierten Anbieter wie Etihad und Emirates hat ein Überangebot an Flügen in die Golfregion geschaffen.» Das habe dazu geführt, dass die Flüge von United weniger profitabel wurden.

Emirates bekommt lukrativen Regierungsauftrag

Ein Grund für den Rückzug von United ist auch eine Entscheidung der Regierung in Washington. Sie hat einen lukrativen Auftrag, den bisher United ausführen konnte, an die Konkurrentin Jetblue vergeben. Die Flüge von Regierungspersonal in die Golfregion werden neu über die Billigairline gebucht. Der Verlust des Auftrags ist nicht das einzige, was United sauer aufstößt. Jetblue fliegt selbst nämlich gar nicht nach Dubai. Die Flüge lassen sich zwar bei der US-Billigairline buchen, doch ausgeführt werden sie von Uniteds Erzfeindin Emirates.

«Wir haben alles versucht, um uns formal gegen die Entscheidung zu wehren», teilt United auf ihrer Homepage mit. «Doch wir hatten damit keinen Erfolg.» Eigentlich darf die US-Regierung derartige Aufträge nicht direkt an ausländische Airlines abgeben. Der Codeshare mit Jetblue macht es aber nun möglich. Rund 15’000 Angestellte der Regierung wird Emirates nun pro Jahr transportieren.

Jetblue auf Seite der Golfanbieter

Jetblue hat auf die Vorwürfe von United bereits reagiert. «Die Regierung hat die Pflicht, für den Auftrag die besten Vertragskonditionen zu suchen. Bei uns hat sie diese dank unserer Partnerin Emirates gefunden. Jetblue hatte schon vor einiger Zeit die großen US-Anbieter kritisiert. Die Kritik von United, Delta und American, dass die Golfairlines subventioniert seien und das zu unfairem Wettbewerb führe, sei an den Haaren herbeigezogen, so Geschäftsführer Robin Hayes. Sie würden einfach versuchen, gesunden Wettbewerb zu verhindern.

Auch Frachtunternehmen wie Fedex sowie diverse Flughäfen sind auf der Seite der Golfanbieter. Diese argumentieren, dass auch ihre Gewinne durch solche Beschränkungen geschmälert würden. Man sei abhängig von der freien Wirtschaft und profitiere auch davon.



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