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Emirates leidet unter Pandemie

Manchmal 20 Passagiere, manchmal 200

Das Angebot der Golfairline in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist immer noch vier kleiner als vor der Pandemie. Nur dank der hohen Frachtnachfrage lohnen sich die Flüge für Emirates.

aeroTELEGRAPH

Boeing 777 von Emirates in Frankfurt: Schwankende Nachfrage.

Schaumgebremst und bemüht – so könnte man das Agieren der Fluglinien derzeit wohl treffend beschreiben. Alle wollen, aber können nicht wie sie wollen. Und dort wo sie können, fehlen meist die Passagiere. Emirates aus Dubai geht es da nicht anders.

154 Destinationen hat Emirates vor der Krise bedient. Im Oktober werden es erst wieder 92 sein. Mit deutlich weniger Frequenzen. Und von den 257 Flugzeugen fliegen nur etwas mehr als 100.

Manchmal mit 20 Passagieren, manchmal mit 200

Sehr viele der über 100 Airbus A380 sind nach wie vor gegroundet. Im Gegensatz zu anderen Fluglinien will Emirates die Superjumbo-Flotte aber weiter betreiben. Wien bedient Emirates beispielsweise derzeit vier Mal die Woche, jeweils mit einer Boeing 777. Vor der Covid-19-Pandemie waren es 14 Flüge wöchentlich, Zürich fünf Mal und vorher ebenfalls 14 Mal, Frankfurt acht statt 21 Mal.

«Die vielen unterschiedlichen und sich ständig ändernden Reisewarnungen und Reisebestimmungen verunsichern Passagiere wie Fluglinien gleichermaßen», sagt Martin Gross, Österreich-Chef von Emirates und auch zuständig für die Slowakei, Ungarn und zahlreiche Balkanstaaten. Manchmal fliege man mit 20 Passagieren, ein anderes Mal mit 200. Gut und wichtig sei, dass wenigstens die Nachfrage nach Fracht immer noch hoch sei, auch wenn die Preise langsam sänken. «Bis zu 30 Tonnen Fracht pro Flug machen die Flüge rentabel», so Gross. Konkurrenz gibt es im Frachtbereich auf der Langstrecke wenig, laut Emirates sei man nach Fedex derzeit der zweitgrößte Anbieter im Frachtsegment.

Staatshilfe nötig

Wie fast alle Fluglinien weltweit hat auch Emirates vom Eigentümer, der Regierung von Dubai, Hilfe bekommen. Die Nachrichtenagentur Reuters spricht von rund 1,7 Milliarden Euro. Gross will keine Zahl nennen oder bestätigen. Ohne diese Hilfe könnte wohl keine Fluglinie derzeit überleben. Bei der Frage, wann es mit der Luftfahrt wieder bergauf gehen wird, regiert das Prinzip Hoffnung. Auch bei Emirates. Denn wissen tut das niemand.

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserem Partnerportal Aviation Net Online/Austrian Aviation.



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