Airbus A350-1000: Emirates hat Zweifel.

A350 «übergewichtig und zu spät»

Emirates ist verärgert über die Verspätung bei Airbus' neuem Vorzeigejet. Deshalb steht nun offenbar die Bestellung der längsten Version auf dem Spiel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Emirates-Chef Tim Clark ist nicht erfreut. «Der Flieger ist übergewichtig und zu spät dran», sagt er. Daher müsse man sich ganz genau überlegen, ob man die Bestellung für den A350-1000 aufrecht erhalte. Die Fluggesellschaft orderte vor fünf Jahren 20 Maschinen der längsten Version von Airbus' neuem Langstreckenflieger. Zudem kaufte sie damals auch 50 Stück des Typs A350-900. Diese Version ist die erste, die auf den Markt kommen wird. Die Auslieferung ist schon im nächsten Jahr geplant. Die längste Version soll inzwischen mit einer Verspätung von rund zwei Jahren etwa 2017 auf den Markt kommen, berichtet das Fachmagazin Aviation Week. Und das verärgert Emirates. Auch wenn man die Bestellung noch nicht ganz annuliere, die Verspätung und das zu hohe Gewicht seien schon ein Problem. Sie stehe daher definitiv auf der Kippe, so Clark.

Grund für die Verspätung sind unter anderem Änderungen an den Rolls-Royce-Trent XWB-97-Triebwerken, die eine bessere Beschleunigung und mehr Effizienz bewirken sollen. Die Airlines seien nicht einmal gefragt worden, als Airbus die Entscheidung über die Verspätung getroffen habe, so Clark. Das ärgerte den Emirates-Chef. Nicht nur am A350-1000 zweifelt Clarke. Die 900er-Version sei eventuell langfristig zu klein. Man wachse schließlich stetig. Auch bei einem Riesendrehkreuz wie Dubai sei für mehr Flieger irgendwann aber kein Platz mehr.

Hoffnung auf positive Überraschung

Bei Airbus ist man sich sicher, dass der Flieger die Golfairline schließlich doch zufrieden stellen wird. «Emirates ist ein wertvoller Kunde und wir sind überzeugt, dass das Flugzeug die Erwartungen voll erfüllen wird», erklärte der operative Vorstand John Leahy gemäß der Aviation Week.

Und immerhin hat auch Clark trotz seines Ärgers noch Hoffnung. Eigentlich habe er auch der A380 für einen übergewichtigen und verspäteten Flieger gehalten. Doch als die Maschine erst einmal geflogen sei, habe sie alle Erwartungen übertroffen, räumt er ein. Sowohl in Geschwindigkeit und Aerodynamik als auch in der Effizienz habe der A380 Emirates voll überzeugt. Also will er nun abwarten, bis die ersten A350 ausgeliefert wurden. «Vielleicht erleben wir eine ähnliche positive Überraschung.»

Mehr zum Thema

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Alta Ares entwickeln gemeinsam europäische Drohnenabwehr

ticker-airbus-konzern-

Airbus, Safran und Partner planen große SAF-Anlage in Frankreich

ticker-airbus-konzern-

Airbus steigert im Mai Auslieferungen deutlich und sammelt netto 357 neue Bestellungen ein

Airbus A321 über den Pyramiden: In Ägypten soll in diesem Jahr eine neue Airline an den Start gehen.

Ägyptens größter Touristikkonzern plant eigene Fluggesellschaft - für Flüge nach Europa

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil