Das AVOID-System erkennt Aschewolken in einer Höhe von 5'000 Fuss bis 50'000 Fuss (1'500 Meter bis 15'000 Meter) und bis zu einer Entfernung von 100 Kilometern

Mit Radar gegen Vulkanasche

Easyjet testet mit Airbus ein System, welches Asche in der Luft erkennen kann. Davon profitiert der gesamte Flugverkehr.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der April 2010 darf sich nicht mehr wiederholen. Darin sind sich die Chefs der europäischen Fluggesellschaften wohl einig. Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull sorgte damals mit seiner Aschewolke dafür, dass die europäische Luftfahrt beinahe eine Woche lang unterbrochen blieb. Eine Lösung dieses Problems könnte Avoid sein. Dies ist nicht nur der englische Ausdruck für «verhindern», sondern auch der Name eines neuen Systems, welches Aschewolken für die Piloten sichtbar machen soll. Easyjet, Airbus sowie der Entwickler Nicarnica Aviation testenden Airborne Volcanic Object Identifier and Detector nun in den nächsten zwei Monaten intensiv.

Dazu rüsteten die Partner einen Airbus A340 mit dem System. Sobald irgendwo auf der Welt ein Vulkan aktiv wird, wird sich der Airbus auf den Weg dorthin machen. Vor Ort wird das Testflugzeug möglichst nahe an der Aschevolke vorbeifliegen um Daten zu sammeln. Zuerst geht es aber in die Sahara-Region. Der Wüstensand in der Atmosphäre westlich von Marroko hat ähnliche Eigenschaften wie Vulkanasche. Avoid misst alle Partikel im Umkreis von etwa hundert Kilometern. Das System übermittelt die Daten auf einen Bildschirm im Cockpit und an die Flugsicherung am Boden. Ähnlich einem Wetterradar, werden die gefährlichen Aschewolken anhand der Daten angezeigt. Den Piloten wird es so möglich sein, diese Zonen wie eine Gewitterzelle zu umfliegen.

100 Flugzeuge sollen ausgerüstet werden

Nach erfolgreichem Test wird Easyjet zwanzig seiner Jets mit dem System ausstatten. Die Partner haben errechnet, dass weitere 80 Flugzeuge anderer Fluggesellschaften nötig sein werden, um den test zu einem Erfolg zu bringen. Mit den Daten, welche dieses hundert Flugzeuge sammeln, soll für alle in der Luft eine ständig aktualisiere Darstellung der Aschewolken möglich sein. Das auf Infrarot basierende System gibt es bereits seit 1993. Vor dem großen Ausbruch und der Sperrung des Luftraumes hatten die Fluggesellschaften aber wenig Interesse daran gezeigt. Das hat sich mit Eyjafjallajökull schlagartig geändert. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg verloren die Airlines in dieser Zeit 1,7 Milliarden Dollar.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

EU will Regeln für Airline-Eigentümer verschärfen - Übernahmen wie die von Easyjet könnten schwieriger werden

ticker-easyjet

Easyjet startet drei neue Winterstrecken ab Großbritannien - auch nach Straßburg

ticker-easyjet

Easyjet baut Vorstand um – Operativchef wird wieder Pilot

Airbus A320 von Easyjet: Die Fluglinie ist begehrt.

Easyjet bekommt höhere Gegenofferte - und sagt Castlelake ab

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil