Platz 5: Easyjet. Emissionen an Treibhausgasen 2014: 6 Millionen Tonnen.

InnovationEasyjet setzt auf 3-D-Druck in der Kabine

Bereits jetzt stammen Hunderte Bauteile von Jets aus dem 3-D-Drucker. Easyjet will nun noch einen Schritt weiter gehen und so Geld sparen.

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Wer billige Flugtickets verkauft, muss überall sparen, wo er kann. Bei den Passagieren weniger beliebt sind Einsparungen bei Personal, Einrichtung oder Dienstleistungen. Das hat man bei Easyjet auch gemerkt. Seit einigen Jahren investiert die britische Billigairline daher rigoros in technische Innovationen. Denn mit diesen, so ist man überzeugt, lässt sich Zeit sparen. Und dass die Geld ist, ist mehr als nur ein geflügeltes Wort.

«Es geht uns nicht nur darum, schlau auszusehen», so Easyjet-Chefin Carolyn McCall am Donnerstag (4. Juni) bei einer Medienkonferenz. «Wir brauchen diese Weiterentwicklungen, Um finanziell erfolgreich zu sein und die Passagiere zufrieden zu stellen.» Darum setzt sie etwa ab 2016 Drohnen bei der Wartung ein. Eine deutliche Steigerung der Effizienz erhofft sich die Airline von einer Technik, die zumindest in der industriellen Fertigung bereits sehr verbreitet ist, dem 3-D-Druck.

Weniger Raum für Ersatzteile benötigt

 In den Leap-Triebwerken von Hersteller Safran, die etwa den A320 Neo anfeuern werden, sind bereits Teile aus dem 3-D-Drucker enthalten. Verantwortlicher Manager Thierry Thomas streicht vor allem die Zeitersparnis hervor. Von rund 24 Monaten zwischen Bestellung und Auslieferung könne man die Zeit Dank der Technik auf einige Wochen reduzieren.

Auch für Wartung und Reparatur ergäben sich wertvolle Vorteile. «In vielen Fällen musste man früher ein ganzes Teil austauschen, wenn es beschädigt war», erzählt er. Nun könne man oft dank der neuen Technik mit dem Drucker einfach direkt an der betroffenen Stelle ansetzen und sie flicken. Für Airlines hat das zur Folge, dass sich der Lagerraum, den man für Ersatzteile benötigt, massiv reduziert. Auch das spart Kosten.

Die neue Armlehne kommt aus dem Drucker

Easyjet sieht das Potenzial der Technologie nicht nur in der Technik des Flugzeuges einsetzbar, sondern auch in der Kabine. Wie die Airline bei ihrer diesjährigen Innovationstagung mitteilte, testet sie das Druckverfahren auch, um Teile in der Kabine, wie etwa Armlehnen, zu ersetzen. Auch so könne man den Lagerraum für Ersatzteile reduzieren. Eine entsprechende Testphase hat die Fluglinie nun gestartet.

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