Eine Boeing B737 von Easyjet: Die Airline wechselte auf Airbus.

Setzt Easyjet wieder auf Boeing?

Vor mehr als einem Jahrzehnt ließ die Billigairline den amerikanischen Hersteller links liegen und wechselte zu Airbus. Das könnte sich bald wieder ändern.

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Die letzten Tage müssen für Boeing frustrierend gewesen sein. Der größte Konkurrent Airbus räumte innert kürzester Zeit Bestellungen für rund 400 Flieger ab. Da waren die Worte von Easyjet-Chefin Carolyn McCall genau der richtige Balsam für die geschundene Seele der Amerikaner. 2002 hatte die britische Billigfluggesellschaft ihre Boeing-Flotte vollständig durch Airbus-Flieger ersetzt. Seither war sie den Europäern treu geblieben. Doch nun plant McCall eine neue große Bestellung. Und auf diese hat Boeing offenbar ebenso große Chancen wie Airbus. «Boeing ist ein absolut ernstzunehmender Anbieter für unsere Bedürfnisse», so die Managerin bei einer Pressekonferenz am Flughafen Gatwick anlässlich der Eröffnung der neuen Route nach Moskau.

Bei der Wahl des Flugzeugtyps hänge eben nur davon ab, welchen Preis die Amerikaner für die Flieger verlangten, meinte McCall. Momentan fliegt Easyjet mit 213 Jets, ausschließlich aus der A320-Familie von Airbus. Der Konkurrent dazu ist Boeings B737.

Es hängt vom Preis ab

Wenn der Preis für die Mittelstreckenjets von Boeing gut genug sei, dann könne man sich auch wieder mit einer gemischten Flotte abfinden. «Wir wissen, wie das geht», so McCall gemäß der Nachrichtenagentur Bloomberg. Es sei vielleicht nicht unbedingt am effizientesten. Doch wenn das Angebot gut genug sei, dann sei das durchaus möglich. Schon während des Wechsels von Boeing zu Airbus war Easyjet mit gemischter Flotte geflogen.

Die britische Fluggesellschaft will massiv expandieren, die geplante Bestellung ist Teil dieser Strategie. Dabei setzt Easyjet immer mehr auch auf Geschäftsreisende. Das zeigt unter anderem die Route von London in die russische Hauptstadt, welche die Airline am Montag (18. März) aufnahm. Es ist die hundertste Destination, die Easyjet von Gatwick aus anfliegt. Auch auf ihr greift sie die Konkurrentin British Airways gezielt an und versucht ihr gut zahlende Geschäftsreisende wegzunehmen.

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