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Easyjet mischt Luxemburg auf

Der Billigflieger verbindet bald London mit dem Großherzogtum. Das beunruhigt nicht nur die Nationalairline Luxair.

Easyjet

A319 von Easyjet: Der Billigflieger hat eine neue Destination.

Die Ansiedlung eines Billigfliegers am Flughafen Findel sei das sichere Aus für die nationale Fluggesellschaft Luxair, meinte der grüne Abgeordnete Henri Kox vergangenen Dezember. Die Wogen gingen damals hoch im Kleinstaat, als im im Rahmen einer Strategie zur Ankurbelung des Tourismus der Zuzug einer Lowcost-Fluggesellschaft auch nur theoretisch angedacht wurde. Die Regierung ließ daraufhin verlauten, das sei nur ein Planspiel gewesen. Doch inzwischen machte Easyjet aus der Theorie Praxis. Ab 29. Oktober fliegen die Briten vier mal wöchentlich von Luxemburg Findel nach London Gatwick.

Damit nimmt der Konkurrenzdruck stark zu. Die Air-France-Tochter City Jet und Luxair fliegen bereits ab Findel nach London City, British Airways nach Heathrow. Easyjet wird also neben dem preissensitiven Freizeit-Publikum, das an die Themse fliegen will, vor allem auch Geschäftsreisende ansprechen, welche nicht mehr bereit sind, die Tarife der Liniengesellschaften zu zahlen. Die neue Strecke «zeigt klar unsere Absicht, eine stattliche Anzahl an zentralen Businessrouten anzubieten», erklärt auch Easyjet-Manager Paul Simmons.

Ärger und Sorgen bei Gewerkschaften

Nun ist im Großherzogtum wieder die Hölle los. Vor drei Monaten habe man mit Mittelstandsminister Françoise Hetto und Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler an einem Tisch gesessen und habe über die Flughafen-Strategie diskutiert, sagte Gewerkschafter Hubert Hollerich am Montag (23. April) der Zeitung Tageblatt. Von einem Billigflieger sei damals keine Rede gewesen. «Sie haben uns angelogen». Die Strecke von Luxemburg nach London sei die profitabelste von Luxair, so Hollerich. Deshalb habe man Angst um die nationale Airline. Auch Luxair sebst macht sich Sorgen. «Das ist eine harte Konkurrenz. Der neue Mitbewerber kommt für uns in einem schwierigen Moment» sagte ein Sprecher dem Nachrichtenportal Paperjam.



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