Flieger von Easyjet: Vorerst nicht mehr am Himmel zu sehen.

Komplettes GroundingEasyjet lässt alle Flieger am Boden

Als erste große europäische Fluglinie hat sich Easyjet für das totale Grounding entschieden. Wann es wieder losgeht, kann die Billigairline noch nicht sagen.

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Alle Fluggesellschaften weltweit müssen derzeit die Mehrheit ihrer Flieger am Boden lassen. Zu gering ist die Nachfrage wegen der Covid-19-Pandemie und der damit zusammenhängenden Einreiseverbote. Sie bedienen jedoch meistens noch einige wenige Strecken.

Auch Easyjet plante das. Rund zehn Prozent der Kapazität wollte die britische Billigairline weiterhin anbieten und vor allem Strecken zwischen Europa und dem Vereinigten Königreich bedienen. Das kündigte sie vor zehn Tagen an. Doch nun hat sie sich für einen radikaleren Schritt entschlossen.

Einigermaßen gut aufgestellt

Als erste große Fluggesellschaft hat Easyjet beschlossen, das Angebot auf Null herunterzufahren. Aufgrund der herrschenden Einschränkungen sei kein profitabler Flugbetrieb mehr möglich, so das Unternehmen am Montag (30. März) in einer Stellungnahme. Nachdem alle geplanten 650 Rückführungsflüge mit rund 45.000 Passagieren wieder gelandet seien, hebe bis auf Weiteres kein Flugzeug mit orange-weißer Lackierung mehr ab.

Darüber, wann das vollständige Grounding ein Ende hat, könne man noch keine  Aussagen treffen, heißt es von Easyjet. «Wir werden die Situation aufgrund der Regelungen sowie der Kundennachfrage fortlaufend überprüfen und informieren, sobald wir einen besseren Überblick haben», so die Fluglinie.

Einigermaßen gut aufgestellt

Durch die Stilllegung der Flotte spare man erhebliche Kosten, erklärt Easyjet weiter. Laut Chef Johan Lundgren tue man alles, damit die Fluggesellschaft nach der Krise in guter Position den  Betrieb wieder aufnehmen könne.

Im Vergleich mit anderen Fluggesellschaften ist Easyjet für die Krise einigermaßen gut gewappnet. Laut einer Berechnung der Analysten von Bernstein Research verbleibt dem Unternehmen Liquidität für 53 Wochen. Zum Vergleich: Bei der Lufthansa Group sind es laut der Studie - die keine externe Mittelbeschaffung berücksichtig - 17 Wochen.

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