Airbus A319 von Easyjet: Zu schwer für den Start.

Easyjet: Zu viele Männer an Bord

Vier Passagiere der Billigfluglinie durften am Freitag in Liverpool nicht ins Flugzeug einsteigen – weil zuwenig Frauen ein Ticket nach Genf gekauft hatten.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Die europäischen Sicherheitsrichtlinien sind eindeutig: Das Gewicht eines Mannes muss mit 88 Kilogramm veranschlagt werden, das einer Frau mit 70 Kilo und das von Kindern mit 35 Kilo. Aus diesen Durchschnittswerten errechnen Fluggesellschaften das Gesamtgewicht der Reisenden auf einem Flug. Zusammen mit dem Leergewicht des Jets selbst, dem getankten Treibstoff, der Fracht, dem Gepäck und dem angenommenen Gewicht des Handgepäcks ergibt sich am Ende das Startgewicht. Je nach Flugzeugtyp, Pistenlänge und Wetterverhältnisse darf es größer oder kleiner sein. Genau diese Berechnung wurde Easyjet nun zum Verhängnis.

Es kommt zwar grundsätzlich immer wieder mal vor, dass Flüge zu schwer beladen sind. Meist aber liegt es daran, dass Fluggesellschaften sie überbuchen. Schliesslich gibt es auch immer wieder Passagiere, die gar nicht erscheinen. In solchen Situationen fragen die Angestellten am Gate dann jeweils, ob sich Freiwillige melden, die einen späteren Flug nehmen – gegen eine Kompensationszahlung selbstverständlich. Oder sie lassen Fracht ausladen. Doch das hätte Easyjet am Freitag (18. Januar) am Flughafen John Lennon in Liverpool nicht geholfen. Es waren nämlich nicht zu viele Reisende auf den Flug nach Genf gebucht, sondern ganz zu viele männliche. 135 Männer wollten um 7:05 Uhr in die Schweiz fliegen und nur 19 Frauen, wie britische Medien berichten. Zudem wurde auch außergewöhnlich viel Handgepäck mitgeführt.

Freiwillige vor

Das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern führte dazu, dass das Startgewicht weit über dem erlaubten Wert lag. Und so musste Easyjet Freiwillige finden, die sich umbuchen ließen. Ihnen wurde wie üblich auch 100 Pfund als Entschädigung angeboten. Auch dieses Mal habe man so vier Männer gefunden, die freiwillig später geflogen seien, sagte eine Sprecherin der britischen Zeitung The Independent.

Das Liverpool Echo hatte indes zuvor anderes berichtet und stützte sich dabei auf Berichte von Reisenden. Es hätten sich nicht genug Freiwillige gemeldet, erzählte Ingenieur Simon Lay der Zeitung. Um die verfahrene Situation zu beenden, hätten Passagiere im vorderen Teil des Airbus A319 dann von sich aus die Prämie auf 200 Pfund erhöht. Das habe geklappt.

Sammlung im Flugzeug?

Die Spender seien aber danach durch die Sitzreihen geschritten und hätten die Mitreisenden angefragt, ob sie sich an der Aktion beteiligten. «Ich warf zwei Pfund ein», sagte Lay. Andere hätten auch Fünf-Pfund-Scheine gegeben.

Welche Version auch stimmt: Die Geschichte zeigt, dass das Luftfahrtgeschäft eben wahrlich kein alltägliches ist.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von Easyjet: Ein solches Flugzeug hatte Probleme mit dem Frachtraum.

Flug von Easyjet landet in Berlin – ohne ein einziges Gepäckstück an Bord

ticker-easyjet

Easyjet rüstet letzte Airbus A320 mit Sharklets nach

ticker-easyjet

Easyjet setzt zweiten A321 Neo ab Berlin ein und rüstet letzte Airbus A320 am BER mit Sharklets nach

ticker-easyjet

Easyjet springt nach Eurostar-Ausfall mit Zusatzflug und größeren Jets zwischen London und Paris ein

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack