Airbus A319 von Easyjet: Zu schwer für den Start.

Easyjet: Zu viele Männer an Bord

Vier Passagiere der Billigfluglinie durften am Freitag in Liverpool nicht ins Flugzeug einsteigen – weil zuwenig Frauen ein Ticket nach Genf gekauft hatten.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die europäischen Sicherheitsrichtlinien sind eindeutig: Das Gewicht eines Mannes muss mit 88 Kilogramm veranschlagt werden, das einer Frau mit 70 Kilo und das von Kindern mit 35 Kilo. Aus diesen Durchschnittswerten errechnen Fluggesellschaften das Gesamtgewicht der Reisenden auf einem Flug. Zusammen mit dem Leergewicht des Jets selbst, dem getankten Treibstoff, der Fracht, dem Gepäck und dem angenommenen Gewicht des Handgepäcks ergibt sich am Ende das Startgewicht. Je nach Flugzeugtyp, Pistenlänge und Wetterverhältnisse darf es größer oder kleiner sein. Genau diese Berechnung wurde Easyjet nun zum Verhängnis.

Es kommt zwar grundsätzlich immer wieder mal vor, dass Flüge zu schwer beladen sind. Meist aber liegt es daran, dass Fluggesellschaften sie überbuchen. Schliesslich gibt es auch immer wieder Passagiere, die gar nicht erscheinen. In solchen Situationen fragen die Angestellten am Gate dann jeweils, ob sich Freiwillige melden, die einen späteren Flug nehmen – gegen eine Kompensationszahlung selbstverständlich. Oder sie lassen Fracht ausladen. Doch das hätte Easyjet am Freitag (18. Januar) am Flughafen John Lennon in Liverpool nicht geholfen. Es waren nämlich nicht zu viele Reisende auf den Flug nach Genf gebucht, sondern ganz zu viele männliche. 135 Männer wollten um 7:05 Uhr in die Schweiz fliegen und nur 19 Frauen, wie britische Medien berichten. Zudem wurde auch außergewöhnlich viel Handgepäck mitgeführt.

Freiwillige vor

Das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern führte dazu, dass das Startgewicht weit über dem erlaubten Wert lag. Und so musste Easyjet Freiwillige finden, die sich umbuchen ließen. Ihnen wurde wie üblich auch 100 Pfund als Entschädigung angeboten. Auch dieses Mal habe man so vier Männer gefunden, die freiwillig später geflogen seien, sagte eine Sprecherin der britischen Zeitung The Independent.

Das Liverpool Echo hatte indes zuvor anderes berichtet und stützte sich dabei auf Berichte von Reisenden. Es hätten sich nicht genug Freiwillige gemeldet, erzählte Ingenieur Simon Lay der Zeitung. Um die verfahrene Situation zu beenden, hätten Passagiere im vorderen Teil des Airbus A319 dann von sich aus die Prämie auf 200 Pfund erhöht. Das habe geklappt.

Sammlung im Flugzeug?

Die Spender seien aber danach durch die Sitzreihen geschritten und hätten die Mitreisenden angefragt, ob sie sich an der Aktion beteiligten. «Ich warf zwei Pfund ein», sagte Lay. Andere hätten auch Fünf-Pfund-Scheine gegeben.

Welche Version auch stimmt: Die Geschichte zeigt, dass das Luftfahrtgeschäft eben wahrlich kein alltägliches ist.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Streiks sorgen in Italien für Probleme im Luftverkehr - vor allem Easyjet betroffen

ticker-easyjet

Easyjet garantiert stabile Preise für Sommerreisen

ticker-easyjet

Easyjet und Rolls-Royce testen Triebwerk mit Wasserstoff

ticker-easyjet

Easyjet startet neun neue Winterstrecken ab Großbritannien

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack