Der Hamad International Airport in Doha: Künftig zahlen Passagiere eine Steuer.

Flughafensteuer in KatarAuch Doha bittet Passagiere zur Kasse

Der niedrige Ölpreis zwingt auch Katar zum Umdenken. Der Flughafen Doha verlangt von Passagieren künftig eine Steuer von rund neun Euro.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Zum ersten Mal seit 15 Jahren wird Katar in diesem Jahr ein amaushaltsdefizit ausweisen. Das Land rechnet mit einem Minus von umgerechnet rund 10,7 Milliarden Euro. Auch für die nächsten Jahre ist man im Emirat nicht allzu optimistisch. Es leidet unter dem niedrigen Ölpreis.

Um das zumindest teilweise zu kompensieren, setzt man nun auch bei der Luftfahrt an. Denn die wächst in der Golfregion weiterhin. Wie der Hamad International Airport in Doha mitteilt, führt er eine neue Steuer für abreisende Passagiere ein. 35 Riyal (rund 8,50 Euro) werden zukünftig dem Ticketpreis hinzugerechnet.

Auch Transitpassagiere müssen zahlen

Die neue Steuer gilt für alle Tickets, die ab Dienstag (30. August) ausgestellt werden und für alle Flüge ab dem 1. Dezember. Sämtliche Passagiere müssen sie zahlen, auch solche, die Doha als Transitflughafen nutzen und nach wenigen Stunden weiter fliegen. Ausgenommen sind Kinder unter zwei Jahren.

Mit der Steuer wolle man unter anderem sicherstellen, dass der Hamad International Airport weiterhin Weltklasse bleibe und man den Service gemeinsam mit dem Passagierwachstum stetig verbessern könne. Die Abgabe trifft vor allem die heimische Airline Qatar Airways.

Dubai kam Doha zuvor

Doha ist nicht der erste Golfstaat, der sich für diesen Schritt entscheidet. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine neue Flughafentaxe eingeführt. Seit Ende Juni verlangt Dubai von Passagieren eine Steuer von umgerechnet rund 8,50 Euro. Zwar ist Öl für das Emirat Dubai keine wichtige Einnahmequelle mehr. Der Rohstoff trägt rund 6 Prozent zu den Staatseinnahmen bei.

Aber für die gesamten Vereinigten Arabischen Emirate ist der fallende Ölpreis ein Problem. Indirekt trifft das auch Dubais Wirtschaft. So führen alle Emirate erstmals auch eine Mehrwertsteuer ein.

Mehr zum Thema

ticker krieg

Iran-Krieg kostet große Nahost-Flughäfen bis zu eine Milliarde Dollar

ticker-dubai-dxb

Raketenwarnung legt Flugbetrieb in Dubai zeitweise lahm

ticker-dubai-dxb

Dubai eröffnet ersten Landeplatz für Flugtaxis - beim Flughafen Dubai International

ticker-dubai-dxb

Dubai beschränkt Flüge – Indigo, Air India und Spicejet fühlen sich benachteiligt

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber blickt seit seinem Erstflug auf mehr als 50 Jahre Geschichte zurück und wird voraussichtlich noch bis 2060 im Dienst der US Army und vieler weiterer Armeen fliegen. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies