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Neue Listenpreise

Der zweite 400-Millionen-Flieger

Bislang war der Airbus A380 das einzige Flugzeug, dass die Schwelle von 400 Millionen überschritt. Nun erhöhte auch Boeing seine Listenpreise und schob damit ein Modell über die Marke.

Boeing

Junger Boeing-Fan: Ob auch der Flieger des Mädchens teurer wurde, entzieht sich der Kenntnis der Redaktion.

Beim europäischen Flugzeughersteller war es im Januar 2013 soweit. Airbus hob die Preise seiner Flugzeuge an und der Superjumbo kletterte auf 403,9 Millionen Dollar. Es war eine Weltpremiere. Noch nie hatte ein Flieger mehr als 400 Millionen gekostet. Inzwischen kostet der A380 bereits 428 Millionen. Und auch Boeing hat nun einen Jet im Angebot, der die magische Schwelle erreicht.

Wie der amerikanische Flugzeughersteller mitteilt, hob er seine Preise per 1. Juli um 2,9 Prozent an. Dadurch wurde die neue Boeing 777-9X 11,3 Millionen Dollar teurer. Sie kostet nun exakt 400 Millionen Dollar. Sie ist damit fünf Mal so teuer wie das billigste Modell des Konzerns. Eine 737-700 kriegt man für 80 Millionen. Auch die in Sachen Sitzplätzen größere Boeing 747 kostet immer noch deutlich weniger: 378,5 Millionen.

Listenpreise sind nur Richtwerte

Die Produzenten erhöhen die Preise jährlich. Sie wenden dabei eine Gleitformel (English: standard escalation formula) an, in die die Nachfragesituation und die veränderten Kosten wie etwa Rohstoffpreise einfließen. Der wirklich bezahlte Preis für ein Flugzeug hängt am Ende aber auch vom Verhandlungsgeschick des Käufers und dem Umfang der Bestellung ab.

Häufig betragen die Abschläge 20 oder gar 60 Prozent. Im Schnitt betragen sie rund 45 Prozent. Auch die Ausstattung verändert den Preis. Insofern sind die Listenpreise nur Richtwerte.



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