Behälter der Sicherheitskontrolle: Oft bleibt Kleingeld drin liegen.

SicherheitskontrolleDer Schatz im Plastiktopf

Jedes Jahr lassen Reisende Millionen von Münzen bei der Sicherheitskontrolle liegen. Was passiert eigentlich mit dem Geld?

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Das Mobiltelefon aus der linken Tasche kramen, Gürtel ausschlaufen, das Kleingeld und das Taschentuch aus der rechten Tasche hervorholen. Dieses Ritual wiederholt sich so oder ähnlich täglich Millionen Male an den Flughäfen der Welt. Was sich auch regelmäßig wiederholt: Der gestresste Passagier greift am Ende des Bandes zwar nach seinen großen Dingen, vergisst aber die Münzen im Behälter.

Auch wenn es nur Geldstücke sind, über die Zeit kommen so beträchtliche Beträge zusammen. Gemäß einem Bericht der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde Transportation Security Administration TSA summierten sich die vergessenen Münzen letztes Jahr auf 867.812 Dollar. Wenn niemand das Geld abholt, fließt der Betrag an die TSA und muss für Sicherheitsmaßnahmen verwendet werden.

110.000 Euro alleine in Deutschland

Eine Statistik für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt es nicht. Eine simple Hochrechnung auf Basis der Passagierzahlen und der Erfahrungswerte aus den USA ergibt aber, dass auch an deutschen Flughäfen pro Jahr rund 110.000 Euro in Münzen liegen bleiben dürften, an österreichischen 14.000 Euro rund und an schweizerischen rund 25.000 Euro. Das Geld fließt aber anders als in den USA nicht an die Sicherheitsbehörden.

Die Flughäfen von Frankfurt, Wien und Zürich erklären unisono: Das Geld wird eingesammelt und ans Fundbüro übergeben. Kleinstbeträge werden mitunter auch in die Spendenkugel der Hilfswerke geworfen.

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