Schusswaffe in der Handtasche: Kann man ja mal vergessen?

VersehentlichDelta-Passagierin geht mit geladener Pistole an Bord

Am Flughafen Atlanta ist eine Frau mit einer Schusswaffe im Handgepäck durch die Sicherheitskontrolle gelangt. Das Malheuer fiel erst ihr selbst auf - mitten im Flug.

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Wer kennt das nicht? Man will schnell zum Flugzeug gelangen und vergisst in der Eile, etwas aus dem Handgepäck zu nehmen, was eigentlich nicht mit in den Flieger darf. Eine zu große Flasche mit Flüssigkeit, ein Taschenmesser oder vielleicht eine Dose Haarspray. Erst bei der Sicherheitskontrolle fällt das Ganze auf und der Gegenstand muss zurückbleiben.

In den USA hat eine Passagierin von Delta Air Lines am 2. Januar ebenfalls vergessen, etwas aus ihrem Handgepäck zu entfernen. Dabei handelte es sich aber nicht etwa um etwas Alltägliches, sondern um eine Pistole. Die geladene Waffe fiel beim Sicherheitscheck am Hartsfield–Jackson Atlanta International Airport am 2. Januar nicht auf, sondern gelangte mit an Bord. Das bestätigte die für die Kontrollen zuständige Behörde Transportation Security Administration TSA am Montag (14. Januar).

Besitzerin meldet Waffe selbst

Wie die Zeitung New York Times berichtet, bemerkte die Passagierin während des Fluges mit der Nummer DL295 Richtung Tokio selber, dass sie ihre Waffe noch im Handgepäck hatte. Sie meldete dies. Nach der Ankunft am 3. Januar in Japan flog die Frau laut dem Fernsehsender CNN am selben Tag wieder zurück in die Vereinigten Staaten.

Der Vorfall sorgt in den USA besonders für Aufregung, da er in die Zeit des Shutdowns fällt. Während der Haushaltsperre müssen die TSA-Angestellten ohne Bezahlung arbeiten. Zuletzt meldeten sich überdurchschnittlich viele von ihnen an mehreren Flughäfen krank. Das führte am Montag (14. Januar) etwa auch in Atlanta, dem betriebsamsten Flughafen der Welt, teilweise zu langen Wartezeiten für die Passagiere.

TSA: Kein Zusammenhang mit Shutdown

Ein Sprecher der TSA erklärt jedoch, der Vorfall mit der Waffe an Bord habe nichts mit mangelndem Personal oder dem Shutdown zu tun. Vielmehr seien Standardverfahren beim Sicherheitscheck nicht befolgt worden. Man werden die Verantwortlichen in angemessener Art und Weise zur Rechenschaft ziehen, sagte der Sprecher.

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