Letzte Aktualisierung: um 13:52 Uhr

Amerikaner bestreiten Interesse

Delta Air Lines winkt bei ITA Airways ab

Für einen Alitalia-Einstieg war die amerikanische Airline stets ein heißer Kandidat. Bei ITA Airways will Delta Lufthansa aber keine Konkurrenz machen. Zumindest nicht selber.

ITA Airways

Flieger von ITA Airways: Die Fluglinie sucht einen Partner, der Geld mitbringt.

Wenn es darum ging, wer bei Alitalia einsteigen könnte, war Delta Air Lines immer unter den Kandidaten. So bestätigte die amerikanische Fluggesellschaft etwa Ende 2019, man sei bereit, für 10 Prozent des italienischen Unternehmens 100 Millionen Euro zu zahlen.

Im November 2021 berichtete die Zeitung La Repubblica, Delta habe auch einen ersten vorsichtigen Blick auf Alitalia-Nachfolgerin ITA Airways geworfen. Ein ernsthaftes Interesse scheint daraus wider Erwarten aber nicht erwachsen zu sein.

Lufthansa will angeblich bis zu 40 Prozent

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte Delta-Chef Ed Bastian jetzt über ITA: «Wir haben keine Pläne, in sie zu investieren.» Man arbeite derzeit lediglich an der Partnerschaft im Rahmen des kürzlich verkündeten Codeshare-Abkommens mit der Airline.

Gemäß Reuters-Informationen könnte die italienische Fluggesellschaft, die sich auf Partnersuche befindet, Ende März in formelle Verhandlungen mit Interessenten eintreten. Lufthansa soll laut der Zeitung Il Messaggero an bis zu 40 Prozent von ITA Airways interessiert sein. Auch der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG wird als potenzieller Investor gehandelt, nachdem er auf die Übernahme von Air Europa verzichtet.

Was tut Air France-KLM?

Unklar ist, ob auch Air France-KLM ein Auge auf ITA geworfen hat. An Alitalia war die niederländisch-französische Gruppe einst interessiert. Delta Air Lines hält 5,8 Prozent an Air France-KLM und arbeitet mit beiden Airlines zusammen. Alle drei sind wie ITA Teil der Allianz Skyteam, während Lufthansa zu Star Alliance, gehört und IAG zu Oneworld.

Auch wenn Delta selber nicht bei ITA einsteigen will, könnte eine mögliche Investition von Air France-KLM in die Airline dennoch auch eine Art kleiner Delta-Einstieg sein.