Situationsplan des Ausbaus: Die neue Piste wird im Nordwesten gebaut.

Niederlage für GatwickKommission setzt auf dritte Piste in Heathrow

Die Regierungskommission Davies hat ihren Entscheid zum Ausbau der Londoner Flughäfen gefällt. Nicht Gatwick soll erweitert werden, sondern Heathrow.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Beinahe drei Jahre lang waren die Experten an der Arbeit. Die Regierung hatte ihnen im September 2012 eine wichtige Aufgabe gestellt: Sie sollten feststellen, welcher Londoner Flughafen ausgebaut werden soll, um die drückenden Kapazitätsprobleme in der britischen Hauptstadt zu lösen. Sowohl Gatwick als Heathrow legten sich ins Zeug und lancierten millionenteure Kampagnen, um die Öffentlichkeit und so auch die Kommissionsmitglieder zu überzeugen.

Am Mittwochmorgen (1. Juli) ist das Urteil gefallen. Die Airports Commission unter dem Finanzprofessor Howard Davies setzt auf Heathrow. «Am Ende dieses langen Prozesses war unser Entscheid klar und einstimmig», so der Präsident. Heathrow sei am besten positioniert um die Kapazität zu schaffen die man brauche. Davies: «Es geht um Langstreckenflüge zu neuen Zielen.»

Dörfer, Straßen, historische Gebäude und Seen müssen verschwinden

Konkret bedeutet dies, dass am größten Flughafen Londons eine dritte Piste gebaut wird. Sie wird im Nordwesten parallel zu den beiden existierenden Start- und Landebahnen von Heathrow zu liegen kommen. Das bedeutet aber, dass ganze Dörfer wie etwa Harmondsworth, Straßenzüge, historische Gebäude und Seen verschwinden müssen. Und die Anwohner im dicht besiedelten Westen Londons fürchten mehr Lärm. Um die Gemüter zu besänftigen, schlägt die Kommission Maßnahmen vor.

So soll es unter anderem ein Nachflugverbot von 23:30 Uhr bis 6:00 Uhr geben. Zudem soll eine Abgabe eingeführt werden, welche vom Lärm der landenden Flugzeuge abhängt und von den Fluggesellschaften gezahlt werden muss. Nicht zuletzt beinhaltet der Vorschlag ein klare Beschränkung. Es soll gesetzlich verankert werden, dass es in Heathrow nie eine vierte Piste geben wird. Das lässt Gatwick eine Hintertür offen, sollte der Verkehr einmal schon wieder an die Kapazitätsgrenze stoßen.

Politiker haben das letzte Wort

Die britischen Politiker waren am Mittwochmorgen indes schnell, den Entscheid zu relativieren. Die Kommission gebe lediglich eine Empfehlung ab. Am Ende entscheide immer noch das Parlament. Ein wichtiger Vorentscheid ist aber zweifelsohne gefallen.

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin