Situationsplan des Ausbaus: Die neue Piste wird im Nordwesten gebaut.

Niederlage für GatwickKommission setzt auf dritte Piste in Heathrow

Die Regierungskommission Davies hat ihren Entscheid zum Ausbau der Londoner Flughäfen gefällt. Nicht Gatwick soll erweitert werden, sondern Heathrow.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Beinahe drei Jahre lang waren die Experten an der Arbeit. Die Regierung hatte ihnen im September 2012 eine wichtige Aufgabe gestellt: Sie sollten feststellen, welcher Londoner Flughafen ausgebaut werden soll, um die drückenden Kapazitätsprobleme in der britischen Hauptstadt zu lösen. Sowohl Gatwick als Heathrow legten sich ins Zeug und lancierten millionenteure Kampagnen, um die Öffentlichkeit und so auch die Kommissionsmitglieder zu überzeugen.

Am Mittwochmorgen (1. Juli) ist das Urteil gefallen. Die Airports Commission unter dem Finanzprofessor Howard Davies setzt auf Heathrow. «Am Ende dieses langen Prozesses war unser Entscheid klar und einstimmig», so der Präsident. Heathrow sei am besten positioniert um die Kapazität zu schaffen die man brauche. Davies: «Es geht um Langstreckenflüge zu neuen Zielen.»

Dörfer, Straßen, historische Gebäude und Seen müssen verschwinden

Konkret bedeutet dies, dass am größten Flughafen Londons eine dritte Piste gebaut wird. Sie wird im Nordwesten parallel zu den beiden existierenden Start- und Landebahnen von Heathrow zu liegen kommen. Das bedeutet aber, dass ganze Dörfer wie etwa Harmondsworth, Straßenzüge, historische Gebäude und Seen verschwinden müssen. Und die Anwohner im dicht besiedelten Westen Londons fürchten mehr Lärm. Um die Gemüter zu besänftigen, schlägt die Kommission Maßnahmen vor.

So soll es unter anderem ein Nachflugverbot von 23:30 Uhr bis 6:00 Uhr geben. Zudem soll eine Abgabe eingeführt werden, welche vom Lärm der landenden Flugzeuge abhängt und von den Fluggesellschaften gezahlt werden muss. Nicht zuletzt beinhaltet der Vorschlag ein klare Beschränkung. Es soll gesetzlich verankert werden, dass es in Heathrow nie eine vierte Piste geben wird. Das lässt Gatwick eine Hintertür offen, sollte der Verkehr einmal schon wieder an die Kapazitätsgrenze stoßen.

Politiker haben das letzte Wort

Die britischen Politiker waren am Mittwochmorgen indes schnell, den Entscheid zu relativieren. Die Kommission gebe lediglich eine Empfehlung ab. Am Ende entscheide immer noch das Parlament. Ein wichtiger Vorentscheid ist aber zweifelsohne gefallen.

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies