Flug von Bayern MünchenDas Rätsel um Qatar Airways' verpasste Chance

Der FC Bayern München flog nach dem Champions-League-Sieg mit Lufthansa statt mit Sponsor Qatar Airways. Wie es dazu kam.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eigentlich stand ein Sieger von Anfang an fest. Qatar Airways sponsert nämlich gleich beide Klubs, die sich am Sonntagabend im Estádio da Luz von Lissabon im Endspiel der Champions League gegenüber standen. Sowohl bei Paris Saint-Germain als auch bei Bayern München gehört die Golfairline zu den wichtigsten Geldgebern.

Qatar Airways beglückwünschte den bayerischen Verein umgehend zu seinem Erfolg. «Gratulation an die neuen Champions. Mit Einsatz und harter Arbeit hat dieses Weltklasse-Team Millionen inspiriert und mit einem verdienten Sieg Geschichte geschrieben», so die Fluggesellschaft. Doch Gary Linekers Bonmot scheint auch hier zur Wahrheit geworden zu sein: «...und am Ende gewinnen immer die Deutschen».

Mit Lufthansa keine Werbung gemacht

Denn es war nicht Qatar Airways, die den FC Bayern München von Lissabon zum triumphalen Empfang nach Hause zurückflog, sondern Lufthansa. Der Airbus A350 der deutschen Fluglinie wurde am Montag (24. August) am Flughafen München ehrenvoll mit einer Wasserfontäne begrüßt. Nachdem die siegreichen Spieler ausgestiegen waren, posierten sie vor dem Flieger - und das war auch im Fernsehen live mitzuverfolgen.

Qatar Airways hat damit wohl einen der wichtigsten PR-Momente ihres Sponsorings überhaupt verpasst. In Doha will man sich dazu aber nicht äußern. Ein Sprecher des FC Bayern München erklärt aeroTELEGRAPH dagegen, der Flug sei «selbstverständlich mit Qatar Airways abgesprochen» gewesen. Man habe bei Spielen in Deutschland und Europa immer wieder Flieger anderer Airlines gemietet. Und man habe jetzt mit Lufthansa auch keine Werbung gemacht.

Theoretisch hätte Qatar Airways fliegen können

Auf offiziellen Bildern des FC Bayern München sind der temporäre Siegerflieger oder der Schriftzug der Fluggesellschaft denn auch nirgends zu sehen. Allerdings posteten einige Spieler auf ihren eigenen Kanälen Bilder aus dem Flugzeug, auf dem auch das Logo von Lufthansa zu sehen ist. So hat sich etwa Thomas Müller in der Business Class mit seinen Kollegen und dem Pokal fotografiert. Das sind jedoch private Bilder.

Bleibt die Frage, weshalb nicht Qatar Airways die Sieger geflogen hat. Charterflüge unter der sogenannten siebten Freiheit (also zwischen zwei Drittstaaten) sind in der Europäischen Union theoretisch möglich. Allerdings müssen dazu sowohl der Staat des Startorts als auch der des Zielorts Ja sagen. Gerade in der Corona-Krise wurden solche Bewilligungen vor allem für Frachtflüge immer wieder erteilt.

Luftfahrtabkommen mit Katar

In Zukunft wird es für Qatar Airways allerdings leichter. Denn die Europäische Union hat mit dem Staat Katar ein Luftfahrtabkommen ausgehandelt. Es gesteht Fluggesellschaften aus der EU und aus dem Golfstaat gegenseitig unbeschränkten Marktzugang zu.

2019 einigten sich die beiden Regierungen auf alle Eckpunkte. In Kraft getreten ist das Abkommen allerdings bis heute nicht.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Lufthansa: Die besten europäischen Fußballer an Bord.

Heute ist ein Airbus A350 der Siegerflieger

Flugzeug von Corendon: Eines erhält bald ein neues Design.

Corendon sponsert den 1. FC Nürnberg

Ein älteres Design auf der D-ASXB.

Sun Express setzt Eintracht groß in Szene

ticker-eu-europaeische-union

Kabinenpersonal-Verband kritisiert späte Prüfung des EU-Katar-Abkommens

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin