A330-200 von Cyprus: Finanziell läuft es nicht so gut

Cyprus setzt auf Griechenland

Die Nationalairline von Zypern baut ihr Streckennetz um. Statt auf Europaziele wie Wien und Mailand setzt sie lieber auf Inlandsstrecken in Griechenland.

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Statt in andere Länder in der Europäischen Union will sich Cyprus Airways künftig lieber auf Griechenland konzentrieren. Am 28. Oktober stoppt die staatliche Fluggesellschaft von der Insel im östlichen Mittelmeer die Flüge an zwei europäische Destinationen. Wien und Mailand fallen dann aus dem Streckennetz. «Wir glauben, dass wir inzwischen eine langfristige und gute Beziehung mit Griechenland aufgebaut haben», heißt es in einer Mitteilung der Airline. Daher wolle man nun noch stärker auf Inlandsrouten im kriselnden Bruderland setzen. Neu hinzu kommen die Strecken von Athen nach Heraklion (zwei mal täglich), von Athen nach Rhodos (einmal täglich) und von Heraklion nach Thessaloniki (einmal täglich). Außerdem erhöht die Fluggesellschaft die Frequenz auf den Strecken zwischen Athen und Thessaloniki von zwei auf drei Mal pro Tag und zwischen Heraklion und Rhodos von drei auf vier Mal in der Woche. Man sehe auf diesen Strecken großes Potenzial, welches die Neuausrichtung rechtfertige.

Die Pläne könnten auch damit zusammenhängen, dass am Montag (1. Oktober) bekannt wurde, dass die Fluggesellschaft ihr Codeshare-Abkommen mit der arabischen Gulf Air ausweitet. Wie das Reisemagazin Travel Biz Monitor berichtet, erwartet sich Gulf Air davon eine bessere Anbindung an griechische Ziele wie Athen und Thessaloniki via dem zypriotischen Larnaca. Außerdem könnten Reisende von Griechenland aus via Larnaca an rund 50 Destinationen weltweit fliegen. Schon seit 1994 besteht die Partnerschaft zwischen den beiden Fluggesellschaften. Larnaca sei ein strategisch wichtiger Standort für das Streckennetz, so Karim Makhlouf, Marketingchef von Gulf Air.

Elf Flugzeuge

Cyprus Airways fliegt mit einer Flotte aus elf Fliegern 24 Destinationen in 16 Ländern an. So optimistisch die Airline bei der Ausweitung ihres Streckennetzes klingt - wirklich gut geht es ihr finanziell nicht. Im ersten Halbjahr 2012 verbuchte sie einen Verlust von 32,1 Millionen Euro. Die Regierung versucht schon seit einiger Zeit, an Investoren zu kommen. Doch bisher hält sie weiterhin den größten Anteil an der Airline. Immerhin: Man arbeite an einem Restrukturierungsplan, der sehr vielversprechend sei und schneller als gedacht werde man sich wieder auf Kurs befinden, berichtet die Zeitung Famagusta-Gazette.

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