ATR von CSA: Die Turboprops haben die Leasinggeber bereits zurückgeholt, die Fluglinie will sich jetzt neue Flugzeuge holen.

Neuer BusinessplanCSA will nun doch vier Airbus A220

Die insolvente tschechische Nationaliarline hat einen Reorganisationsplan vorgelegt. Dabei erhalten ihre Gläubiger wenig Geld und sie neue Eigentümer. CSA plant auch wieder einen Flottenausbau.

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Noch vor wenigen Monaten sah es so aus, als würde sie untergehen. Airbus und andere Gläubiger hatten milliardenhohe Forderungen gegen die insolvente tschechische Nationaliarline eingereicht. Der 1923 gegründeten ČSA Czech Airlines drohte das Ende.

Doch die Insolvenzverwalter verhandelten weiter und in der Folge strich Airbus die Bestellung für vier A220-300 und drei A321 XLR aus den Büchern. CSA konnte weiterfliegen.  Jetzt wurde ein Reorganisationsplan vorgelegt. Die Fluggesellschaft bekommt demnach mit Prague City Air einen neuen Aktionär. Hinter ihm stehen Smartwings-Mehrheitseigentümer Jiří Šimáně und -Chef Roman Vik. Nicht mehr bei CSA an Bord ist damit der Smartwings-Minderheitseigentümer Citic, der chinesische Staatsfonds.

Mit frischem Geld Gläubiger zufriedenstellen

Im Gegenzug hilft der neue Eigentümer Prague City Air CSA mit deinem Darlehen von 140 Millionen Kronen oder umgerechnet 5,7 Millionen Euro. Aus diesem soll der Betrieb vorübergehend weiter finanziert werden. Mit dem größten Teil des Geldes kann die Airline aber die Gläubiger befriedigen.

Zwei davon erhalten 50 Prozent ihrer Forderungen, die Immobiliengesellschaft Quiver Beta (Forderungen von 55 Millionen Kronen) und Lufthansa Technik (3 Millionen), die restlichen nur noch 4,6 Prozent. Airbus hat die Forderungen gemäß der Zeitung Zdopravy zurückgezogen. Als Pfand für den Kredit hinterlegt CSA ihr einziges Flugzeug, ein Airbus A319.

Schrittweiser Ausbau der Flotte

Für die kommenden Jahre plant CSA einen Ausbau der Flotte. Zum eigenen A319 und dem geleasten A320 sollen ab 2023 fünf Flieger von Schwester Smartwings hinzukommen. Und Ende kommenden Jahres will die tschechische Nationalairline dann auch vier Airbus A220 langfristig leasen - also die Maschinen, die sie einst kaufen wolle, wie Zdopravy schreibt.

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