Wieder gefragt: Bombardier CRJ.

Bombardier-JetCRJ startet mit neuer Kabine aus der Krise

Bombardier holte immer weniger Aufträge für den Regionaljet CRJ. Doch seit Mai geht es wieder aufwärts - dank größeren Fenstern und mehr Platz für Handgepäck.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Seitdem Bombardier die C-Series an Airbus abgegeben hat, sind die beiden verbliebenen Luftfahrt-Standbeine der Kanadier umso wichtiger: die Turboprop-Flieger der Q-Series und die Regionaljets CRJ-Series. Besonders das CRJ-Programm lief in den vergangenen Jahren nicht gut.

Offene Bestellungen für CRJ-Exemplare im dreistelligen Bereich konnte Bombardier zum letzten Mal Mitte 2014 präsentieren. 106 der Regionalflieger hatte der Hersteller damals noch zu bauen. Seitdem ging die Tendenz abwärts. Der Tiefpunkt war Ende März 2018 erreicht mit offenen Orders für nur noch 36 Flugzeuge.

Neuer Kunde in Afrika

Doch das zweite Quartal 2018 brachte Besserung. Anfang Mai orderte American Airlines 15 CRJ900 und sicherte sich zusätzlich die Option auf 15 weitere der Jets. Im Juni bestellte dann auch Delta Air Lines 20 CRJ900. Berechnet man fünf Auslieferungen im zweiten Quartal ein sowie Streichungen von mindestens einer kleineren Order, konnte Bombardier Ende Juni offene Bestellungen für 60 Canadair Regional Jets vorweisen. Zum letzten Mal hatte der Flugzeugbauer diesen Wert Ende September 2016 erreicht.

Delta und American werden die ersten Kunden sein, die ihre CRJ mit der sogenannten Atmosphère Cabin erhalten. Die neue Kabine soll die Kunden unter anderem mit größeren Handgepäckfächern, größeren Fenstern und LED-Beleuchtung überzeugen. Und das scheint zu funktionieren: Mitte Juli präsentierte Bombardier mit Uganda National Airlines schon den nächsten Kunden. Das Airline-Start-up will auf der Langstrecke mit zwei Airbus A330-800 starten und regional mit vier CRJ900. Der kanadische Flugzeugbauer präsentierte die Airline als «ersten Betreiber der neuen CRJ Series Atmosphère Cabin in Afrika».

Ausstoß steigt kommendes Jahr

Sein Finanzchef John Di Bert deutete denn auch bereits an, dass man im kommenden Jahr die Produktionsrate des CRJ wohl anheben werde. Dabei fällt die Verteilung zwischen den Modellen klar aus: 53 CRJ900 muss Bombardier laut dem Stand von Ende Juni bauen und ausliefern: 15 für American, 20 für Delta, 10 für CIB Leasing, zwei für China Express und acht8 für einen anonymen Kunden. Dieser nicht genannte Käufer erhält außerdem noch eine CRJ700. Air Nostrum wartet zudem auf sechs Exemplare des CRJ1000.

Die CRJ-Series wurde vom kanadischen Hersteller Canadair entwickelt, der nach der Privatisierung 1986 von Bombardier übernommen wurde. Treiber hinter dem Programm war Lufthansa. die auch Erstkundin wurde. Der Erstflug des ersten Canadair Regional Jet fand 1991 statt. Seither wurden mehr als 1800 Stück der verschiedenen Varianten der Flugzeugfamilie bestellt.

Mehr zum Thema

ticker-bombardier-neu

Bombardier sichert sich 300-Millionen-Dollar-Servicevertrag mit Vista

ticker bond

Bond bestellt mehr Jets bei Bombardier

ticker-bombardier-neu

Bombardier liefert erste Global 8000 aus - an Netjets

united crj 450 interior

United Airlines pimpt ihre Bombardier CRJ 200 zu CRJ 450

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg