CRJ 550 von United Airlines: Die Sondervariante basiert auf der CRJ 700, hat aber weniger Sitzplätze, um Gewerkschaftsklauseln auszutricksen.

Umgehung von GewerkschaftsregelnSo sieht es im Rechentrick-Flieger von United aus

United besitzt mit der Bombardier CRJ550 einen neuen Regionaljet. Die Kabine bietet Platz für weniger Passagiere und ist komfortabler. Dahinter steckt Kalkül.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Neuer Name gleich neues Flugzeug? Das muss nicht immer so sein: United Airlines setzte vergangenen Sonntag (27. Oktober) erstmals ihren neuen Bombardier CRJ550 im Liniendienst ein und zeigt jetzt auch Bilder der Kabine. Auch wenn der Regionalflieger mit neuem Typennamen und Zertifizierung daher kommt, handelt es sich nur um eine leicht modifizierte Version, welche das bereits bestehende Ensemble der CRJ-Familie von Bombardier ergänzt.

Das Flugzeug basiert auf der Bombardier CRJ700, die bereits bei United Airlines fliegt und dort 70 Passagiere an Bord transportiert. Eigentlich ist es momentan eher üblich, mehr Plätze in Flugzeuge zu bauen. Doch obwohl die CRJ550 genauso groß ist wie die CRJ700, nimmt der neue Jet von von United nur 50 Fluggäste mit. Mehr Sitze gibt es in der First Class und Premium Economy, aber auch größere Gepäckfächer und eine Selbstbedienungsbar für Gäste der ersten Klasse sind neu im Regionaljet.

Auf Regel zugeschnitten

United dürfte den komfortableren Flieger jedoch eher wegen der Kostenersparnis als aus Wohlwollen gegenüber den Passagieren gewählt haben: Mehrere Regionalairlines fliegen zusammengebündelt im Wet Lease unter dem Namen United Express im Auftrag der Fluglinie. Im sogenannten Scope Clause regelte United mit ihrer Pilotengewerkschaft, dass sie den Betrieb von maximal 255 Flugzeugen mit einer Kapazität zwischen 51 und 76 Sitzplätzen an solche Regionalfluggesellschaften auslagern darf.

Mit ihren 50 Sitzplätzen ist die CRJ550 genau auf diese Regelung zugeschnitten. United kann die Jets, von denen sie 50 Exemplare bestellt hat, somit kostengünstiger von anderen Fluglinien betreiben lassen, ohne dabei Einschränkungen fürchten zu müssen. Um der Regelung zu entsprechen, wurde bei der CRJ550 zudem das zulässige Abfluggewicht reduziert.

Höhere Einnahmen aus Business

Im Vergleich mit der CRJ700 fällt mit 28 Sitzplätzen die größte Kapazität in der Economy Class weg. United plant, diesen Wegfall durch die höheren Einnahmen in den Premiumklassen wieder auszugleichen – die CRJ550 wird dabei hauptsächlich auf Strecken eingesetzt, bei dem der Anteil von Geschäftsreisenden hoch ausfällt.

Sehen Sie in der oben stehenden Galerie Bilder von United Airlines' neuer CRJ550.

Mehr zum Thema

Bombardier CRJ100 nachdem Umbau zum Frachter: Teurer im Betrieb, günstig in der Anschaffung.

CRJ bleiben als Frachter im Angebot

CRJ700 von Skywest Airlines: Die Regionalgesellschaft fliegt im Auftrag von Delta Air Lines und United Airlines

Skywest findet Gefallen an CRJ550

Bombardier CRJ 900: Die Fleger werden nicht mehr lange gebaut.

Mitsubishi beerdigt den Canadair Regional Jet

ticker-bombardier-neu

Bombardier sichert sich 300-Millionen-Dollar-Servicevertrag mit Vista

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin