Condor-Jet im Hangar: Die Airline hält den Betrieb aufrecht.

Corona-KriseCondor zwischen Sonderflügen und Staatshilfe

Den Ferienflieger trifft die Corona-Krise in einem heiklen Moment. Condor setzt aber weiterhin auf eine Übernahme durch die polnische PGL.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Vor einer Woche war Condor noch optimistisch. Man fliege «nach wie vor mit einer stabilen Auslastung bei durchschnittlich 90 Prozent, die wir auch für die kommenden Wochen erwarten», sagte eine Sprecherin da noch. Seitdem hat sich für die gesamte Luftfahrt viel geändert. Durch die Corona-bedingten Reisebeschränkungen der USA und vieler anderer Länder musste auch Condor mittlerweile ihre normales Ferienflugangebot einstellen.

Zurzeit bringt die Airline Urlauber zurück nach Deutschland. Bis Sonntag plane man knapp 180 Flüge, so Condor. Das seien zum einen reguläre Rückflüge, zum anderen Sonderflüge, die man gemeinsam mit Reiseveranstaltern sowie dem Auswärtigen Amt im Rahmen der Initiative «Luftbrücke» durchführe. «Condor wird somit in den nächsten Tagen mindestens 50.000 Urlauber zurück nach Deutschland bringen.» Weitere Flüge seien in Prüfung.

Ferienflieger prüft Staatshilfen

Die Frage ist, wie Condor nach den Rückholflügen weitermacht, denn die Corona-Krise kommt für den Ferienflieger in einem heiklen Moment. Nach der Pleite des Mutterkonzerns Thomas Cook hatte er sich im Herbst vergangenen Jahres in ein Schutzschirmverfahren gerettet und einen staatlich abgesicherten Kredit in Höhe von 380 Millionen Euro erhalten. Nun will Condor den Schutzschirm eigentlich Ende März verlassen, von der polnischen Lot-Mutter PGL übernommen werden und den Kredit dann zurückzahlen.

Nun könnte die Fluggesellschaft womöglich noch von dem Teil des bereist gewährten Kredites zehren, den sie bisher nicht benötigt hat. Andererseits sieht es dennoch so aus, als würde Condor weitere Hilfe benötigen. So sagte eine Sprecherin auf Anfrage von aeroTELEGRAPH, man konzentriere sich zurzeit zwar auf die Rückholaktion. «Natürlich prüfen wir aber Anträge auf Staatshilfe (zum Beispiel Kurzarbeit) und sind dazu mit Gewerkschaften und Sozialpartnern in Gesprächen.»

Condor setzt weiterhin auf PGL

Schwer einzuschätzen ist, was die Krise für PGL bedeutet. Ihre Tochter Lot hatte nach Reisebeschränkungen der polnischen Regierung als eine der ersten Airlines in Europa den Betrieb temporär ganz ausgesetzt. Die Condor-Sprecherin erklärte, PGL halte an den Übernahmeplänen fest. «Wir sind in Gesprächen mit PGL, die uns weiterhin übernehmen wollen, und bewerten die aktuelle Lage gemeinsam.»

Wie lange die Corona-Krise sich hinzieht und wie schwer sie sowohl Condor als auch PGL trifft, ist im Moment nicht abzusehen. Condor-Chef Ralf Teckentrup hatte im Februar zwar erklärt, die Polen könnten sich nicht einfach von dem Kauf zurückziehen. Allerdings ist unklar, was passiert, wenn PGL den Betrag nicht mehr zahlen könnte oder Condor womöglich zusätzliche Kredite benötigen würde und später zurückzahlen müsste.

Mehr zum Thema

Flieger von Alitalia: Niemand hat mehr Interesse.

Staat übernimmt Alitalia

Hat Corona-Krise Folgen für die Condor-Übernahme?

Hat Corona-Krise Folgen für die Condor-Übernahme?

Airbus A320 von Condor: Gläubiger sagen Ja.

Condor kann Schutzschirm verlassen

ticker-condor-grun

Wet-Lease: Condor setzt im Sommer 2026 auf European Air Charter, Heston Airlines und Marabu

Video

air india schaden
Am Indira Gandhi International Airport in Delhi hat ein Sturm Bodenabfertigungsgeräte über das Vorfeld getrieben. Drei geparkte Airbus A320 von Air India wurden getroffen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack