Flugzeug von Condor: Jetzt kann der Ferienflieger die Zukunft planen.

Staatshilfe und UmstrukturierungCondor kann über grünes Licht von der EU jubeln

Der Ferienflieger kann aufatmen. Die Europäische Kommission hat weder Einwände gegen die Staatshilfen für Condor noch gegen den Umstrukturierungsplan der Airline.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Sie hing wie ein Damoklesschwert über Condors Übernahme durch den Finanzinvestor Attestor: die ausstehende Entscheidung der Europäischen Kommission über die Rechtmäßigkeit der deutschen Staatshilfen für die Ferienfluggesellschaft.

Jetzt kann Condor aufatmen. «Die Europäische Kommission hat ein Beihilfepaket Deutschlands zugunsten der Fluggesellschaft Condor für im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften befunden», teilt die Kommission am Dienstagmorgen (27. Juli) mit.

Umstrukturierung ebenfalls freigegeben

Es gehe um zwei Maßnahmen in Höhe von 204,1 Millionen Euro und 321,2 Millionen Euro, so die Kommission. Zweck dieser Maßnahmen sei es, Condor dabei zu helfen, nach den Schäden durch die Corona-Pandemie wieder zur Rentabilität zurückzukehren. Insgesamt gibt es also grünes Licht für Staatshilfen in Höhe von 525,3 Millionen Euro. Damit hat die Kommission ihre Freigabe präzisiert, nachdem zuvor EU-Richter einer Ryanair-Klage recht gegeben und die Kommission über die Bücher geschickt hatten. Doch das ist nicht alles. Die Kommission stimmt ebenfalls Condors Umstrukturierungsplan zu.

«Der Luftfahrtsektor ist von den verschiedenen Reisebeschränkungen, die zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus nötig waren, besonders stark betroffen», so die für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsidentin der Kommission, Margrethe Vestager. «Die Maßnahmen, die wir heute genehmigt haben, werden Deutschland in die Lage versetzen, Condor für Schäden zu entschädigen, die unmittelbar durch diese Beschränkungen entstanden sind. Zugleich wird der Umstrukturierungsplan für Condor, den wir heute ebenfalls genehmigt haben, den Weg der Airline in die langfristige Rentabilität sichern.»

Beiträge von Condor, Attestor und Gläubigern

Die Kommission lobt, Condor und ihr neuer privater Investor Attestor würden einen erheblichen Eigenbeitrag zur Umstrukturierung leisten, da sie über 70 Prozent der Kosten finanzieren würden. «Insbesondere haben sich die Gläubiger bereit erklärt, Forderungen in Höhe von über 630 Millionen Euro abzuschreiben», so die Kommission. «Darüber hinaus hat sich Attestor verpflichtet, 200 Millionen Euro Eigenkapital zuzuschießen und weitere 250 Millionen Euro für die Erneuerung der Condor-Flotte bereitzustellen.»

Eine Condor-Sprecherin sagte: «Wir freuen uns, dass die EU-Kommission die notwendigen beihilferechtlichen Genehmigungen erteilt hat, damit Attestor wie geplant Mehrheitseigentümer von Condor werden kann.» Damit seien alle Bedingungen erfüllt für das Closing, also für den erfolgreichen Abschluss und das rechtliche Inkrafttreten der Übernahme. «Das Closing wird nun formalrechtlich in den nächsten Tagen abgeschlossen und endet mit dem Transfer des neuen Eigenkapitals von Attestor an Condor.»

Mehr zum Thema

Condor fliegt wieder nach Toronto und Halifax

Condor fliegt wieder nach Toronto und Halifax

Flug DE1763 am 11. Juli, zu sehen bei Flightradar24: Start, Schleifen, Landung in Kavala.

A320 von Condor steckt seit Tagen in Griechenland fest

Flieger von Condor und Ryanair: Die Billigairline bekam vor EU-Gericht recht.

Ryanair siegt im Streit über Beihilfen für Condor

ticker-eu-europaeische-union

Iata: Fluggastrechteverordnung EU 261 «außer Kontrolle»

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies