Ein Airbus A320 von Condor: Der Ferienflieger musste 17 Tage auf einen Jet verzichten.

Seit 80 Tagen am BodenCondor-A320 von Kavala ist «schwer beschädigt»

In 80 Tagen nicht um die Welt: Ein Airbus A320 von Condor steht immer noch schwer beschädigt im griechischen Kavala. Der Vorfall vom 11. Juli hat eine Vorgeschichte, wie der erste Untersuchungsbericht zeigt.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich hätte der Flieger am Abend in Düsseldorf landen sollen. Doch weniger als zehn Minuten nach Abflug im griechischen Kavala drehte am 11. Juli ein Airbus A320 von Condor bei. Der Jet kehrte nach nach Kavala zurück, flog dort Schleifen und landete schließlich.

Während ein anderer Condor-Flieger am nächsten Tag die Reisenden einsammelte, blieb der mehr als 17 Jahre alte A320 mit dem Kennzeichen D-AICP am kleinen Flughafen stehen. Die Ferienfluggesellschaft erklärte, er sei umgekehrt, «weil sich das Bugfahrwerk nach dem Start zunächst nicht einfahren ließ». Er sei beschädigt und werde vor Ort untersucht.

Startabbruch am Vortag

Am Dienstag (28. September) hat sich die BFU Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung erstmals zu dem Zwischenfall geäußert, den sie selber untersucht hat. Sie hält fest, dass das Flugzeug «schwer beschädigt» ist - und dass es am Vortag schon eine Vorgeschichte gab.

«Nach der Landung auf dem Flughafen Kavala mit einem drucklosen Bugfahrwerksdämpfer wurden schwere Beschädigungen der Rumpfstruktur im Bereich des Bugfahrwerks festgestellt», so die Unfallermittler. «Am Vortag fand ein Startabbruch mit dem betroffenen Flugzeug statt, bei dem das Bugfahrwerk hohen vertikalen und seitlichen Lasten ausgesetzt wurde.»

Zukunft des A320 ungewiss

In ihrem Kurzbericht belässt es die BFU vorerst bei diesen Informationen. Die Untersuchungsstelle kündigt allerdings an, Ende Oktober einen ausführlichen Zwischenbericht zu dem Vorfall zu veröffentlichen, bei dem niemand verletzt wurde.

Eine Condor-Sprecherin wollte sich auf Anfrage von aeroTELEGRAPH nicht detaillierter äußern und verwies auf den ausstehenden Zwischenbericht. Sie erklärte lediglich, dass der betroffene Airbus A320 für die kommenden Wochen nicht Teil der Flugplanung sei. Eine schnelle Lösung des Problems ist damit also nicht zu erwarten.

Mehr zum Thema

Flug DE1763 am 11. Juli, zu sehen bei Flightradar24: Start, Schleifen, Landung in Kavala.

A320 von Condor steckt seit Tagen in Griechenland fest

Airbus A330 Neo: Condor bekommt auch zwei A330 Ceo.

Condor fliegt noch diesen Winter mit zwei Airbus A330

Condor blitzt mit Einspruch gegen Eurowings Discover ab

Condor blitzt mit Einspruch gegen Eurowings Discover ab

Boeing 787-8

Was ist 2025 in der Luftfahrt passiert?

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
Erstmals seit Langem tauchte wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack