Handys im Salzwasser: Nach acht Tagen war ein Großteil der gespeicherten Informationen noch abrufbar.

Handys sollen MH370-Rätsel lösen

Was passierte mit Flug MH370? Laut Experten ist es möglich, den Verlauf zu eruieren - dank den Handys der Passagiere. Doch erst muss man das Wrack finden.

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Null. Das ist bislang das Resultat der Suche nach der verschollenen Boeing 777 von Malaysia Airlines. Die an einem Strand in Westaustralien angespülten möglichen Wrackteile entpuppten sich als ganz normaler Metallmüll. Und das Untersee-Boot Bluefin-21 suchte inzwischen das ganze geplante Gebiet am Meeresboden ohne Erfolg ab. Die Suche an der Wasseroberfläche wurde nun eingestellt und das Unterwasser-Suchgebiet vergrößert. Es sei höchst unwahrscheinlich, dass man noch Wrackteile an der Wasseroberfläche finden könne, so die australischen Behörden. Sie erklärten zugleich, dass es noch sehr lange dauern könne, bis man eine Spur von Flug MH370 finde.

Neue Methoden könnten nach einem Sucherfolg aber zumindest neue Einsichten bringen. Denn noch ist ja völlig unklar, was an Bord der Boeing 777 geschah. Laut eines Experiments von CNN und mehreren Chemikern sowie Computer-Experten ist es offenbar möglich, den Absturz von Flug MH370 zu analysieren. Dabei wurde mit einem Handy ein Video gedreht, mehrere Fotos gemacht und anschließend das Gerät in einem Salzwasserbecken im Shedd Aquarium in Chicago versenkt. Das soll die Bedingungen im Indischen Ozean widerspiegeln, wo die Maschine vermutlich abgestürzt ist.

Flugzeug seit mehr als 50 Tagen verschwunden

Nach acht Tagen im Salzwasser wurde das Handy «geborgen». Salz hatte die Plastikteile des Handys angegriffen und das Innenleben verkrustet, allerdings konnte der Handyspeicher abgerufen werden. Und ein Großteil der gespeicherten Informationen war noch vorhanden - in guter Qualität. Daher könnten die Handys der Passagiere an Bord von MH370 Aufschluss über den genauen Absturz geben, folgert CNN. Vermutlich hätten die Passagiere während des Fluges beziehungsweise während des Absturzes SMS, E-Mails oder auch Fotos an ihre Angehörigen verschickt, die nie ankamen, aber auf den Geräten gespeichert seien.

Ein weiteres Manko des CNN-Experiments: Das Testhandy befand sich acht Tage im Salzwasser, MH370 ist mittlerweile mehr als 50 Tage verschwunden. Der Schaden an den elektrischen Geräten dürfte vermutlich deutlich gravierender sein als im Experiment. Das Flugzeug war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking, als es verschwand. An Bord waren 227 Passagiere und zwölf Crewmitglieder.

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