Von der Antonov An-225 wurde nur ein Stück gebaut.

Antonov An-225Chinesen kaufen Rechte am Giganten der Lüfte

Sie ist das größte Frachtflugzeug der Welt und ist bei übergroßen Sendungen konkurrenzlos. Dennoch wurde nur ein Exemplar der Antonov An-225 gebaut. Das wollen China und die Ukraine ändern.

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Ihre Geburt verdankt sie dem sowjetischen Raumfahrtprogramm. Um die Raumfähre Buran ins All zu bringen, suchte die Sowjetunion in den Achtzigerjahren ein Trägerflugzeug. Die Antwort der Ingenieure von Antonov war die An-225. 1988 flog sie zum ersten Mal. Trotz ihrer eindrücklichen Tragkraft von bis zu 250 Tonnen wurde nur ein Exemplar gebaut. Ein zweites wurde zwar begonnen, aber nicht fertiggestellt. Es steht seither in einem Hangar.

Heute ist die einzige An-225 – Übername Mriya (Deutsch: Traum) – der Welt gefragter denn je. Der 84 Meter lange Gigant fliegt für Antonov Airlines Spezialgüter durch die Welt, die sonst in kein Flugzeug passen. Sie bringt beispielsweise schwere Baumaschinen in Erdbebengebiete oder riesige Gasturbinen von Herstellern zu Kunden. Deshalb beschloss Antonov schon 2009, die zweite An-225 fertigzustellen. Sie ist zu rund 60 bis 70 Prozent fertig gebaut. Doch die nötigen rund 300 Millionen Dollar konnten nicht aufgebracht werden. Und so wurde der Plan nie umgesetzt.

Schon 2019 die ersten Auslieferungen

Nun aber bekommt die An-225 ein zweites Leben. Die Flugzeugbauer Antonov und Aviation Industry Corporation of China Avic unterzeichneten am Mittwoch (30. August) ein Abkommen, wonach die gesamten Rechte am Sechsstrahler an die Chinesen übergehen. In einem ersten Schritt wollen der ukrainische und der chinesische Hersteller die unfertige An-225 modernisieren und vollenden.

Danach soll die Serienproduktion in China gestartet werden. Antonov wird daran beteiligt sein. Schon für 2019 ist die erste Auslieferung geplant. Ein straffer Zeitplan.

Erfahren Sie mehr über die Antonov An-225 Mriya in der oben stehenden Bildergalerie mit Video.

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