Harbin Y-12: Nepal Airlines bekommt vier Stück.

China hilft Nepal Airlines

Nepals Nationalairline ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Nun will sie mit neuen Fliegern wieder expandieren. Dabei hilft China - auch aus politischem Kalkül.

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Missmanagement, jahrelanger Bürgerkrieg und das Aufkommen der privaten Konkurrenz setzten Nepal Airlines zu. Die nationale Fluggesellschaft des Himalaya-Landes hob teilweise kaum mehr ab. Und doch existiert sie immer noch. Jetzt steht bei Nepal Airlines gar wieder Expansion auf dem Programm. Letzten Mai orderte die Fluglinie dazu zwei neue Airbus A320. «Als Binnenland ist die Luftfahrt unser Fenster zur Welt. Mit dem A320 können wir vom Wachstum des Tourismus profitieren und unser Streckennetz ausbauen», sagte Nepal-Airlines-Geschäftsführer Madan Kharel damals.

Nun soll die Inlandsflotte ausgebaut werden. Sie besteht derzeit nur noch aus zwei ältlichen DHC-6 Twin Ottern. Dabei kommt die Nepal Airlines Hilfe aus China. Die Volksrepublik schenkt der Fluggesellschaft eine 19-plätzlige Harbin Y-12E. Die 14,9 Meter lange Turbopropmaschine kann bis zu 1450 Kilometer weit fliegen und 5670 Kilogramm laden. Zudem bekommt die Airline eine 58-sitzige MA60. Die 24,3 Meter lange Turbopropmaschine kann bis zu 1430 Kilometer weit fliegen und 21'800 Kilogramm laden.

Mehr Einfluss in Nepal

Doch das ist nicht alles, die Regierung in Peking vergibt auch einen günstigen Kredit an die Airline, damit diese weitere Flieger kaufen kann. Sieben Jahre lang muss die ehemalige Royal Nepal Airlines keine Raten zahlen, die Zinsen betragen jährlich 1,05 Prozent. Nepal Airlines wird mit dem Geld drei weitere Harbin Y-12E und eine weitere MA60 erstehen.

Es ist ein typisches Abkommen zwischen Nepal und China. Die Volksrepublik versucht so mehr Einfluss im Himalaya-Staat zu gewinnen. So will Peking die Großmacht Indien zurückdrängen, welche traditionell eng mit Nepal verbunden ist.

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