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China wird ATR-Konkurrenz

Der chinesische Hersteller Xian baut nach dem kleinen Modell MA60 auch das große MA700. Es wird harte Konkurrenz für die europäischen ATR.

Avic/Xian

Modell der Xian MA700: Soll 70 Plätze aufweisen.

Die ganze Flugzeugbaubranche des Landes war da. Denn die Manager des vereinigten chinesischen Konglomerats Aviation Industry Corporation of China (Avic) hatten das Erreichen eines Meilensteins zu verkünden. Vor versammelter in- und ausländischer Presse gaben sie Mitte Dezember den offiziellen Programmstart ihres neuesten Projektes bekannt. Der Kurz- und Mittelstreckenflieger Modern Ark 700 werde die Palette einheimischer Flugzeuge vervollständigen. Mit der Comac C919, der Comac ARJ21 und nun der Xian MA700 werde man alle Bedürfnisse im Inland abdecken können.

Die MA700 ist eine Turboprop-Maschine, die auf der Rumpfkonstruktion der kleineren MA60 basiert, welche verlängert wird. Auch das Cockpit wird das gleiche sein. Sie soll Platz für rund 70 Passagiere bieten und eine Reisegeschwindigkeit von mehr als 610 Stundenkilometer erreichen können, so die Verantwortlichen der Avic-Tochter Xian, welche das Flugzeug entwickelt und baut. Die MA700 biete eine perfekte Balance zwischen «Effizienz und Geschwindigkeit» und soll schon 2019 auf den Markt kommen.

Xian holt gegenüber ATR auf

Mit der MA60 und der Variante MA600 sind Avic und Xian sehr erfolgreich in Entwicklungsländern. Die 60-Sitzer fliegen bereits in Afrika, Asien und Lateinamerika. Oftmals jedoch werden erste Exemplare von den Chinesen als Geschenk der chinesischen Regierung an staatliche Airlines abgegeben, so etwa in Burundi oder Nepal. Davon erhoffen sie sich Folgeaufträge oder auch politische Zugeständnisse. Mit der größeren MA700 könnten die Hersteller den Erfolg nun wiederholen. Für die französisch-italienische ATR wird es daher zunehmend schwieriger, in weniger entwickelten Märkten zu punkten.



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