Abflugsbereich in Peking: Pünktlichkeit ist hier selten.

China bestraft falsche Alarme

Die Luftfahrt in China leidet unter der Zunahme anonymer und falscher Drohungen vor Terrorakten. Nun greift die Regierung durch.

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In China sind viele Flughäfen ohnehin schon überlastet. Noch mehr Druck entstand in diesem Jahr durch terroristische Drohungen, die sich als Streiche herausstellten. Mindestens achtzig solcher Anrufe oder Schreiben haben die Flughäfen und Fluggesellschaften des Landes in diesem Jahr schon erhalten, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Sie alle sorgten für annullierte Flüge, Verspätungen und gesperrte Terminals – und damit auch für hohe Kosten. Dem will die Regierung nun ein Ende setzen. Sie droht allen, die sich aus Terrordrohungen einen Spaß machen, mit harten Strafen.

Wenn der wirtschaftliche Schaden über 500'000 Yuan (umgerechnet rund 60'000 Euro/75'000 Franken) liegt, drohen den Verantwortlichen fünf Jahre im Gefängnis. Wird es teurer, verlängert sich auch die Haftstrafe. Zumindest diejenigen, die nur aus Spaß oder persönlichen Gründen die Drohungen aussprechen, dürften davon abgeschreckt sein. Wie die Regierung mitteilte, waren häufige Gründe für die Anrufe und Schreiben auch pure Neugier oder sogar das Bedürfnis, einen Freund oder eine Freundin von einer Reise abzuhalten.

Große Probleme mit Verspätungen

Die Flughäfen können nur hoffen, dass die Regelungen wirksam sind. Schanghai und Peking gehören jetzt schon zu den unpünktlichsten Flughäfen weltweit. Nur rund 18 Prozent der Flüge verlassen Peking pünktlich, in Schanghai sind es rund 29 Prozent.

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