Terminal des Aden Adde International Airports: Angst um den Boom.

VorwürfeChaotische Zustände am Flughafen Mogadishu

Die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen Mogadishu seien quasi nichtexistent, sagt der Pilot des Flugzeuges von Daallo Airlines, an dessen Bord letzte Woche eine Bombe explodierte.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Temel Kotil schwärmte regelrecht von Somalia. «Mogadishu. Da sind wir sehr erfolgreich», sagte der Chef von Turkish Airlines vor zwei Jahren zu aeroTELEGRAPH. «Es ist ein gebrochenes Land. Aber inzwischen sind wir wirklich sehr froh über die Mogadishu-Flüge. Es gibt Millionen Somalis, die im Ausland leben». Die Flugzeuge in die somalische Hauptstadt seien gut gefüllt.

Auch andere Fluggesellschaften erlebten dank der großen somalischen Diaspora und den vielen anreisenden Mitarbeitenden von Hilfswerken und einer sich stabilisierenden politischen Lage einen kleinen Boom in Somalia. Die Sicherheit sei kein Problem, meinte der Flughafendirektor zudem 2013. Der Aden Adde International Airport werde von 17’000 Soldaten beschützt, man habe vier Röntgenmaschinen und zahlreiche Sicherheitschecks. Offenbar sind diese Zeiten vorbei - oder es gibt zumindest geteilte Meinungen über die Qualität des Flughafens.

Niemand trägt einen Badge

Der Pilot des Airbus A321 von Daallo Airlines, an dessen Bord letzte Woche eine Bombe explodierte, hält die Sicherheitsmaßnahmen in Mogadishu jedenfalls für nichtexistent. Für ihn sei sofort klar gewesen, dass das eine Bombe gewesen sei, die ein Loch in den Rumpf gerissen habe, so Vlatko Vodopivec zur Nachrichtenagentur AP. «Wenn wir da parken, laufen zwanzig, dreißig Leute auf das Vorfeld.» Niemand von ihnen trage einen Badge oder eine gelbe Weste. «Sie kommen ins Flugzeug und laufen wieder heraus - niemand weiß, wer wer ist.» Diese Leute könnten alles in den Flieger schmuggeln.

Auch die somalischen Behörden geben inzwischen zu, dass es sich um einen terroristischen Akt gehandelt hat. Der somalische Geheimdienst Nisa erklärte am Sonntag, Aufnahmen von Überwachungskameras am Flughafen der somalischen Hauptstadt Mogadishu zeigten, wie zwei Männer einem Passagier einen Laptop übergeben. Einer der beiden Männer trug demnach eine Jacke des Sicherheitsdienstes. Zuvor wollten die Behörden einen Anschlag ausschließen - offenbar aus Angst vor einem abrupten Ende des Booms. Daallo Airlines stoppte denn auch vorübergehend die Flüge nach Mogadishu.

Islamisten auf dem Vormarsch

In Somalia ist die islamistische Al-Shabaab auf dem Vormarsch. Sie hat innerhalb von fünf Jahren den ganzen Süden unter ihre Macht gebracht. Ihr Ziel ist die Errichtung eines Staates in dem die Scharia gilt. In den besetzten Gebieten ist etwa die Internetnutzung verboten.

Mehr zum Thema

ticker hilaac air

Hilaac Air: Neue somalische Airline startet mit Saab 340, die einst für Crossair und Deutsche BA flog

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.

Fokker 50 schiesst in Mogadishu über die Piste hinaus

ticker-somalien

Somali Airlines kehrt nach 34 Jahren zurück – mit zwei Airbus A320

Botte an der Küste vor Mogadishu

Somalia baut neuen Hauptstadtflughafen - Teileröffnung schon 2026

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack