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Zu hohe Ausgaben

Cathay Pacific verliert Lust auf Boeing 777X

Die Fluggesellschaft aus Hongkong muss sparen. Deshalb prüft Cathay Pacific offenbar auch, ihre Bestellung für 777X zugunsten kleinerer Dreamliner abzuändern.

Boeing

Boeing 777X von Cathay Pacific: Bleibt es bei der Skizze?

Ein halbes Jahr nachdem der Aufsichtsrat von Boeing im Mai 2013 beschloss, das Programm offiziell zu starten, kamen die Bestellungen. Zuerst gab Lufthansa eine Order über 34 Exemplare bekannt, dann Etihad eine über 25 Stück. Und im Dezember erklärte Cathay Pacific, 21 Boeing 777X zu kaufen.

Lufthansa hat die Bestellung seither auf 20 Exemplare reduziert. Etihad versucht ebenfalls schon länger, den Vertrag für den neuen Langstreckenjet neu zu verhandeln. Und nun wackelt offenbar auch die Order von Cathay. Die Fluggesellschaft leidet nicht nur unter der Corona-Krise. Zuvor hatten der Fluggesellschaft bereits die Unruhen in Hongkong zugesetzt.

Neue Daten für Auslieferungen

Cathay wolle zumindest die Lieferung der 777X weit hinauszögern, schreibt die Zeitung South China Morning Post. Geplant war die Übergabe des ersten Jets für Ende 2021. Bereits im März hatte die Führung von Cathay Pacific bestätigt, mit Airbus und Boeing über neue Daten für die Abnahme von Fliegern zu sprechen.

Doch auch eine Umwandlung des 777X-Auftrags ist offenbar eine Option. Die Fluggesellschaft prüfe, statt 21 Boeing 777-9 kleinere 787-10 zu kaufen, so das Blatt. So kann sie verhindern, Anzahlungen zu verlieren. Zugleich passt der Flieger mit weniger Kapazität besser in die Nach-Corona-Welt. Viele Airlines erwarten, dass die Nachfrage noch Jahre braucht, um wieder auf Vorkrisenniveau anzugelangen.

Orderbuch könnte unter 300 Exemplare sinken

Setzt sich Cathay durch, fällt das Orderbuch für die 777X unter 300 Exemplare. Dass es dazu irgendwann so oder so kommt, ist sehr wahrscheinlich. Denn alle Fluggesellschaften sind inzwischen knapp bei Kasse und erwarten weniger Wachstum.



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