Boeing 747 von Cathay Pacific Cargo: Vor allem angesichts des Frachtbboms könnte die Airline ein Pilotenproblem kriegen.

ArbeitsvisaCathay Pacific hat Problem mit ausländischen Piloten

Die Behörden von Hongkong sind bei der Ausstellung und Verlängerung von Arbeitsvisa zurückhaltend geworden. Das stellt Cathay Pacific vor Herausforderungen.

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Cathay Pacific war schon vor der Corona-Krise angeschlagen. Die politischen Unruhen in Hongkong ließen die Buchungszahlen schon 2019 sinken und setzten der Airline der chinesischen Sonderverwaltungszone zu. Die Pandemie hat dann die bereits schon schwierige Lage nochmals verschlimmert.

Das Management hat seither Gegensteuer gegeben. Es hat Staatshilfe für Cathay Pacific gesucht und bekommen, die Schließung der Tochter Cathay Dragon beschlossen, die Löhne gesenkt und 5900 Entlassungen ausgesprochen. Genau dieser Stellenabbau hat nun unerwartete Nebenwirkungen.

Vorrang für Hongkonger

Cathay Pacific hat zunehmend Mühe, ausländische Pilotinnen und Piloten zu halten. Denn die Behörden von Hongkong sind bei der Erteilung von Arbeitsvisa zurückhaltend geworden, wie die Zeitung South China Morning Post mit Bezug auf ein internes Schreiben der Fluglinie schreibt. In einigen Fällen wurden die Papiere nur für drei Monate verlängert statt wie früher für zwei bis drei Jahre.

In anderen Fällen sollen aber die Arbeitsvisa ausländischer Piloten gar nicht mehr erneuert worden sein, so die Zeitung. Der Grund dafür sind die 5300 Entlassungen in Hongkong, von denen auch Cockpitpersonal betroffen war. Denn die Gesetze der chinesischen Sonderverwaltungszone sehen zuvor, dass Ausländer nur dann angestellt werden dürfen, wenn man keine Hongkonger dafür findet.

Kandidaten gibt es - aber auch die richtigen?

Für Cathay kann das gemäß dem Bericht zum Problem werden. Zum einen gibt es zwar genug Stellen suchende Piloten, aber nicht unbedingt die mit den richtigen Qualifikationen. Zudem würde eine Schulung oder Umschulung teuer werden.

Das könne vor allem im Hinblick auf die boomenden Frachtflüge zu Engpässen führen, so der Bericht. Man sei mit den Behörden in Kontakt, so die Fluggesellschaft zur South China Morning Post.

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