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Cancun

US-Touristen ziehen ab, Europäer kommen

Nach mehreren Übergriffen auf Touristen sinken die Buchungszahlen bei US-Airlines zu Mexikos Badestränden. In Europa geht der Trend in die andere Richtung.

Strand von Cancun: Geringere Nachfrage aus den USA.

Es gibt inzwischen Dutzende Berichte, die sich ähneln. Nachdem sie in gewissen Fällen auch nur einen Drink zu sich genommen hatten, fielen Touristen in beliebten mexikanischen Badeorten wie Cancun oder Playa del Carmen in Ohnmacht. Manchmal wachten sie auf und fühlten sich einfach nur elend, manchmal waren sie aber auch ausgeraubt worden.

Die Zeitung Milwaukee Journal Sentinel hat in den letzten anderthalb Jahren mindestens 176 Fälle dokumentiert. Der beunruhigende Trend zeigt sich nun langsam in den Buchungen amerikanischer Fluggesellschaften. American, Delta und United haben die Zahl ihrer Flüge an mexikanische Urlaubsziele wie Cancun, Puerto Vallarta und Los Cabos reduziert. Mehr als 8 Prozent beträgt das Minus, wenn man den kommenden Winterflugplan mit dem des Vorjahres vergleicht.

Nachfrage aus Europa anhaltend hoch

Die Fluglinien in den Vereinigten Staaten machen dafür eine schwächere Nachfrage verantwortlich. In Europa sieht es anders aus. «Wir freuen uns über eine nachhaltige Nachfrage nach Flügen auf die Halbinsel Yucatan», so ein Sprecher der deutschen Ferienairline Condor. Das Ziel sei beliebter denn je. «Wir fliegen seit diesem Sommer drei Mal wöchentlich nach Cancun und werden diese Flüge auch im Winter anbieten», heißt es auch von der schweizerischen Lufthansa-Ferientochter Edelweiss. «Die aktuelle Auslastung der Flüge ist über Vorjahr und wir sind mit dem Buchungsstand sehr zufrieden.»

Was hinter den Attacken in Mexiko steckt, ist denn auch noch nicht restlos geklärt. Die mexikanische Polizei hat bisher keine systematischen Angriffe auf Touristen ausgemacht. In einem Fall hat sie aber illegal gebrannten und verunreinigten Tequila festgestellt.



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