C919: Bald nicht mehr der sparsamste.

C919: Die Vorteile schwinden

Chinas C919 verzeichnet langsam mehr Bestellungen - doch Airbus und Boeing setzen den Hersteller Comac unter Druck.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Chinas erstes Mittelstreckenflugzeug verzeichnet nach einem harzigen Start langsam größere Bestellmengen. Vor der Zhuhai Air Show 2010 rechneten die Chinesen noch mit Hunderten Bestellungen für den Comac C919 bei der Messe. Tatsächlich waren es lediglich 55 Bestellungen und 50 Optionen. Seither hat das Interesse an dem Mittelstreckenjet aber deutlich zugenommen. So sind es mittlerweile bereits um die 250 Bestellungen und Optionen. 160 davon stammen von chinesischen Kunden. Dabei enttäuschen die grossen chinesischen Airlines: Air China, China Eastern und China Southern haben nur gerade je fünf Flieger geordert, Hainan hat bisher 20 Stück bestellt, wie Flightglobal berichtet.

Angekündigt wurde die Auslieferung des C919 für Mai 2016. Aber Erfahrungen mit dem Comac ARJ21 Regional Jet lassen daran Zweifel aufkommen. Dieser sollte eigentlich längst auf dem Markt sein, Zertifizierungsprobleme und Änderungen am Design sorgten für die Verzögerung. Flightglobal rechnet damit, dass der C919 daher mindestens zwei Jahre später zum ersten kommerziellen Flug abheben kann.

Wirklich Bahnbrechendes erwartet man in der Branche nicht vom neuen chinesischen Flieger. Der Wettbewerbsvorteil ergibt sich aus der Sparsamkeit: Der Jet verbraucht 15 Prozent weniger Kerosin als die Konkurrenzprodukte Airbus A320 und Boeing 737NG. Außerdem dürfte der C919 weniger kosten als die Wettbewerber – diese sind bei etwa 50 Millionen gelistet, für den C919 ist noch kein Listenpreis angegeben, aber man kündigte einen günstigeren Preis an. Seitdem haben aber sowohl Airbus als auch Boeing ihre Preise gesenkt.

Auch beim Verbrauch unter Druck

Auch der A320neo oder die Boeing 737 Max Reihe könnten beim Verbrauch mit den 15 Prozent mithalten oder sogar noch weniger verbrauchen. Die Tatsache, dass der A320neo laut Airbus bereits im Oktober 2015 zur Verfügung stehen soll, setzt Comac weiter unter Druck. Auch die 737 Max von Boeing könnte im vierten Quartal 2017 eventuell noch vor dem C919 auf den Markt kommen, falls sich dieser tatsächlich verspätet.

Auch den Preis für die neuen Sparsamen zu unterbieten wird eine Herausforderung. Airbus und Boeing bieten den großen Käufern bis zu 60 Prozent Rabatt. Delta Air Lines soll für die Bestellung von 100 Boeing 737-900ER nur um die 30 Millionen Dollar pro Stück bezahlt haben und auch Southwest Airlines, der erste Besteller der 737 Max musste nur 35 Millionen Dollar pro Stück hinblättern. Machbar wäre das nur, weil Comac massiv von der chinesischen Regierung unterstützt wird.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-neo-1

Airbus startet 2026 mit 19 Auslieferungen und 49 Bestellungen im Januar

ticker-airbus-helicopters

Frankreich bestellt Minidrohnen-System von Airbus für Marine

Airbus A220 von Swiss: Die Airline sucht nach der Ursache des Triebwerksversagens.

Airbus will in den nächsten Wochen Verkaufsgespräche für den A220-500 aufnehmen

ticker-airbus-konzern-

Airbus testet 5G-Funknetz aus dem All

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack