Cessna Citation am Flughafen Dubai: Viele versuchen, mit Businessjets die Region zu verlassen.

Bis zu 350.000 EuroIran-Krieg katapultiert Businessjet-Preise für Flüge aus der Region nach oben

Es gibt aktuell nur wenige Möglichkeiten, die Krisenregion im Nahen Osten zu verlassen. Die Nachfrage nach Businessjets ist riesig - und lässt die Preise in die Höhe schießen.

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Der Krieg dauert nun schon fünf Tage. Während Israel und die USA weiterhin Ziele im Iran bombardieren, greift das Regime in Teheran Nachbarländer mit Drohnen und Raketen an. Die Lufträumw der Region bleiben gesperrt oder sind nur eingeschränkt geöffnet. Erste Rückführungs- und einzelne Linienflüge starten, um gestrandeten Reisende auszufliegen.

Während die meisten Menschen in der Region darauf warten müssen, umgebucht zu werden, oder einen Platz in einem speziell gecharterte Rettungsflug in die Heimat zu ergattern, boomt der Markt für Charterflüge mit Businessjets. Auch weil Linienflüge ab Muscat im Oman und Riyadh in Saudi-Arabien bis Ende der Woche ausgebucht sind, steigen viele Betroffene auf Privatjets um, die Zeitung The Guardian berichtet.

Nachfrage nach Businessjets ist riesig

Und das lassen sich manche Anbieter teuer bezahlen. Laut Informationen der britischen Tageszeitung verlangt Jetvip aus Muscat aktuell für einen Flug aus dem Oman nach Istanbul in einem Flugzeug mit sechs bis acht Plätzen rund 85.000 Euro, was ungefähr drei Mal so teuer ist wie vor Kriegsausbruch. Plätze nach Moskau sollen ab 20.000 Euro pro Person kosten. Albajet teilte dem Guardian mit, dass Flüge nach Europa aktuell für rund 90.000 Euro angeboten werden.

Neben dem Oman hat sich auch Saudi-Arabien als mögliche Alternative etabliert, um die Vereinigten Arabischen Emirate zu verlassen. Wie das US-Nachrichtenportal Semafor berichtet, haben private Sicherheitsfirmen ganze Flotten von Geländewagen gemietet, um Menschen in etwa zehn Stunden von Dubai nach Riyadh zu transportieren. Von dort aus könnten sie dann mit gecharterten Businessjets ausfliegen. Der Businessjet-Broker Vimana Private nennt für Flüge nach Europa Preise von bis zu 350.000 US-Dollar. (301.000 Euro)

Vistajet fliegt deutlich weniger als üblich

Während die Nachfrage als groß ist, ist das Angebot knapp. Denn viele Flugzeug-Eigentümer erlauben keine Flüge in gefährliche Regionen, während anderen Anbietern der Versicherungsschutz für Krisengebiete fehlt.

Vistajet teilt auf Anfrage von aeroTELEGRAPH mit, dass man trotz der aktuellen Lage bei den üblichen Preisen bleibe. Der Anbieter führt derzeit deutlich weniger Flüge in der Region durch als üblich – aktuell sind es rund fünf ausgewählte Flüge pro Tag und damit nur ein Bruchteil des sonst üblichen Verkehrsaufkommens.

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