Beladung eines Flugzeugs mit Wasserstoffkapseln: So stelle sich die Firma Universal Hydrogen das vor.

Neue TechnologieIcelandair will mit Wasserstoff in Kapseln fliegen

Der ehemalige Technologie-Chef von Airbus arbeitet an Wasserstoffkapseln zum Antrieb von Turbopropfliegern. Icelandair und zwei weitere Airlines sind schon interessiert.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Airbus will im Jahr 2035 wasserstoffbetriebene Flugzeuge betriebsbereit haben. Sogar noch schneller sein möchte der ehemalige Technologie-Chef des europäischen Flugzeugbauers. Paul Eremenko arbeitet als Chef und Mitgründer des Unternehmens Universal Hydrogen daran, Wasserstoff für Flugzeuge in einem Kapselsystem anzubieten.

«Wir sind die Nespresso-Kapsel des Wasserstoffs», sagte Eremenko gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters als Vergleich zu den Kaffeekapseln. Dazu will Universal Hydrogen bis 2025 ein Set zur Umrüstung von Turbopropfliegern auf den Markt bringen. Später möchte man die Umrüstung aber anderen überlassen, die - so die Hoffnung - auf den Zug aufspringen. Eremenko will sich dann auf die Kapseln selber konzentrieren.

Icelandair, Air Nostrum, Ravn Alaska

Die Sets zur Umrüstung sollen mithilfe von Brennstoffzellen und den Wasserstoffkapseln für elektrischen Antrieb sorgen. Damit will die Firma kerosinbetriebene Motoren ersetzen, die von Pratt & Whitney Canada stammen und Flieger von ATR und De Havilland antreiben.

Icelandair hat bereit eine Absichtserklärung mit Universal Hydrogen unterschrieben. Die Fluglinie ist daran interessiert, ihre fünf De Havilland Canada Dash 8 zu Kapsel-Fliegern umzurüsten. Die spanische Air Nostrum will dasselbe mit ihrer Turbopropflotte tun, die aus elf ATR 72 besteht. Und auch Ravn Alaska mit ihren Dash 8 ist interessiert.

Weniger an Flughäfen nötig

Der Vorteil der Wasserstoffkapseln ist, dass Flughäfen ihre Infrastruktur nicht anpassen müssen, wie das bei großen Wasserstoff-Tankanlagen der Fall wäre. Die Kapsel müssen lediglich sicher gelagert und mit Fahrzeugen zum Flieger gebracht werden, so der Plan.

Mehr zum Thema

D328 am Flughafen Stuttgart: Auf zu neuen Zielen.

Neue Dornier 328 soll zum Wasserstoffflieger werden

Wasserstoffflieger von Airbus: So könnte er aussehen.

Airbus will 2025 erstmals mit Wasserstofftanks abheben

Airbus-Entwurf: Der Hersteller spricht von der «Pod»-Konfiguration .

Airbus zeigt Wasserstoffflieger mit sechs Propellern

ticker-air-nostrum-2

Air Nostrum least ATR 72-600 von ACIA

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier