Jet von British Airways: So gut wie alle bleiben am Boden.

PilotenstreikBritish Airways streicht fast alle Flüge

Die Piloten treffen die britische Fluggesellschaft hart mit ihrem Streik. Am Montag und Dienstag drohen insgesamt 1700 Flüge auszufallen.

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Lange versuchte British Airways, den Streik abzuwenden, sogar vor Gericht. Doch die Fluggesellschaft blieb erfolglos. Um Mitternacht in der Nacht von Sonntag auf Montag (9. September) legten die in der Gewerkschaft British Airline Pilots’ Association Balpa organisierten Piloten der Airline die Arbeit nieder. 48 Stunden soll der Streik dauern.

Der Arbeitskampf hat riesige Auswirkungen. Da man von der Gewerkschaft keine Detailinformation darüber erhalten habe, welche Piloten streiken werden, habe man nicht gewusst, welche Flugzeuge fliegen könnten und welche nicht, so British Airways am Montagmorgen. «Daher hatten wir keine Wahl, als fast 100 Prozent unserer Flüge zu annullieren», schreibt die Fluggesellschaft. Der Sender BBC rechnet mit rund 1700 ausfallenden Flügen. Nicht betroffen sind Flüge der Regionaltochter BA City Flyer.

«Wir wurden praktisch angelogen»

Sowohl British Airways als auch Balpa erklärten sich öffentlich bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Gewerkschaft wirft der Fluglinie allerdings vor, dass dies nur ein Lippenbekenntnis sei und British Airways vergangenen Mittwoch einen Vorschlag der Piloten nicht einmal beantwortet habe. Die Gewerkschaft fordert höhere Lohne und Gewinnbeteiligung für die Cockpitcrews. Die Airline kritisiert, dass die Piloten eine Lohnerhöhung von 11,5 Prozent über drei Jahre abgelehnt haben.

Der Konflikt scheint aber tiefer zu gehen. «Es geht um Respekt», sagte ein namentlich nicht genannter Pilot gegenüber der Zeitung Guardian. «Wir haben auf einen ernsthaften Rentenplan, auf Bezahlungen und Lohnerhöhungen verzichtet, als das Unternehmen schwach war.» All das mit dem Versprechen, dass sie profitieren würden, wenn British Airways zu neuer Stärke gelangt sei. «Wir wurden praktisch angelogen», so der Pilot. Kommt es zu keiner Einigung, will Balpa am 27. September erneut streiken.

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