Dreamliner von British Airways in der Wartung: Sechs Flieger müssen ab Boden bleiben.

Probleme mit Ersatzteilen British Airways muss 15 Prozent der Dreamliner-Flotte am Boden lassen

Weil die Rolls-Royce-Triebwerke Probleme machen und es keine Ersatzteile gibt, kann British Airways nicht alle Boeing 787 einsetzen. Das sorgt auch für Flugstreichungen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Im Fokus standen in den vergangenen Monaten vor allem Triebwerke von Pratt & Whitney. Denn wegen Problemen mit vielen Motoren, die unter anderem Airbus A320 Neo und A220 antreiben, gab es Probleme, die eine gründliche Überprüfung nötig machten. Viele der Jets weltweit blieben am Boden. Doch auch mit Langstreckenmotoren gibt es Probleme.

Aktuell kämpft zum Beispiel British Airways damit. Und das wirkt sich auch auf den Flugplan mit den Dreamlinern der Airline aus. Die Rolls-Royce-Triebwerke vom Typ Trent 1000 machen gerade Probleme, berichtet die Zeitung Sunday Times.

Flüge werden gestrichen

Wie genau diese Probleme aussehen, wird nicht spezifiziert. Jedoch braucht British Airways Ersatzteile, um sie zu lösen. Und Ersatzteile sind gerade schwer zu bekommen. Aus diesem Grund ist die Fluglinie gezwungen, sechs ihrer 40 Boeing 787 am Boden zu lassen - etwa 15 Prozent der Teilflotte.

Das führt auch zu Flugstreichungen. Die Probleme und der Mangel an Ersatzteilen haben die Fluggesellschaft gezwungen, die Zahl der Flüge zwischen London-Gatwick und New York zu halbieren. Die tägliche Strecke von Gatwick nach dem Airport New York JFK fällt ganz aus.

«Glauben nicht, dass sich das Problem schnell lösen wird»

Auch die Anzahl der Flüge nach Katar wird reduziert. Und Dreamliner-Flüge nach Bangkok und Kuala Lumpur nimmt British Airways erst einmal nicht wieder auf. Die Airline bestätigt das gegenüber britischen Medien und erklärt, sie habe keine andere Wahl.

«Wir haben diese Maßnahme ergriffen, weil wir nicht glauben, dass das Problem schnell gelöst werden kann, und wir wollen unseren Kundinnen und Kunden die Sicherheit bieten, die sie für ihre Reisepläne verdienen», so ein Sprecher. «Wir haben uns bei den Betroffenen entschuldigt und sind in der Lage, den meisten einen Flug am selben Tag mit British Airways oder einer unserer Partnerfluggesellschaften anzubieten.»

Lieferketten noch lang unter Druck

Rolls-Royce bestätigt die Probleme ebenfalls und erklärt, sie beträfen die gesamte Branche. Schon vor ein paar Monaten hatte der Triebwerkshersteller gewarnt, dass die Lieferketten bis mindestens 2026 unter Druck sein dürften.

Wer eine Boeing 787 kauft, muss sich zwischen zwei Triebwerkstypen entscheiden: das Trent 1000 von Rolls-Royce oder das GEnx von General Electric. Mit dem Trent-Triebwerk gab es immer wieder Probleme. Im November 2023 wurde bekannt, dass die Motoren wegen möglichen Rissen in den Triebwerksschaufeln untersucht werden müssen.

Gefahr von Abschaltung

«Es wurde berichtet, dass bei Triebwerksinspektionen an einigen wenigen betroffenen Teilen Risse und Ablösungen im geschweißten Bereich festgestellt wurden», so die europäische Behörde Easa damals. Wenn eine erhebliche Anzahl von Schaufelpaaren getrennt würde, könnte dies die Vibrationen verändern und zur Freisetzung von Schaufelmaterial führen.

Mehr zum Thema

Boeing 787 von Air New Zealand: Der Nachschub hat Verzögerung.

Air New Zealand kippt Klima-Zwischenziel, da Dreamliner und andere Flieger fehlen

Trent 1000 am Dreamliner: Es gibt ein Problem.

Dreamliner-Triebwerke müssen zur Inspektion

ticker-british-airways

Auch British Airways holt gestrandete Crews aus Krisenregion zurück

british airways airbus a380 landing london heathrow-ref42999

So baut British Airways die Kabinen ihrer Airbus A380 um

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin