ATR 72 von BQB: Künftig auch einen Jet in der Flotte.

BQB überquert den Atlantik

Die uruguayische Regionalgesellschaft besitzt bislang zwei Turboprop-Maschinen für den Kurzstreckenverkehr. Nun will sie nach Madrid fliegen.

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Luftfahrt

Iberia hält die Strecke nicht mehr für interessant genug. Im Rahmen ihrer Restrukturierung gab die spanische Nationalairline Ende November bekannt, ab Ende März 2013 die Route von Madrid nach Montevideo aufzugeben. In Uruguay wurde die Nachricht mit Sorge aufgenommen. «Der Entscheid betrifft uns stark, denn wir verbleiben nun ohne Direktverbindung nach Europa», kommentierte Sergio Bañales, der Präsident des nationalen Reisebüroverbandes Audavi gegenüber dem Nachrichtenportal Espectador. Die Regierung müsse nun schnell für einen Ersatz sorgen. Iberia fliegt derzeit noch sechs mal wöchentlich mit einem Airbus A340-300 von Spanien aus in die uruguayische Haupstadt.

Nun ist man bereits am Ziel. Die expansionshungrige Regionalairline BQB Líneas Aéreas gab in der vergangenen Woche bekannt, ab April sechs Mal pro Woche von Montevideo nach Madrid zu fliegen. Die Flüge werden im Codeshare mit Iberia durchgeführt. «Wir sind stolz, dass 2013 eine nationale Fluglinie, mit einer uruguayischen Besatzung und uruguayischen Piloten diese Route fliegen wird», erklärte Geschäftsführer Juan Patricio Lópe in einer Medienmitteilung. Nun verhandle man mit Leasingunternehmen über die Beschaffung von zwei Boeing B767-300ER, welche künftig über den Atlantik fliegen sollen.

Busse, Fähren, Turboprops

Die Airline BQB gehört dem gebürtigen Argentinier López Mena mit uruguayischem Pass, der auch den argentinischen Transportriesen Buquebus besitzt. Er betreibt eine Flotte von Fähren, die Passagiere über den Rio de la Plata zwischen Argentinien und Uruguay hin und herbringen. Ihm gehören aber auch Reisebusse. BQB Líneas Aéreas fliegt derzeit mit zwei ATR sieben Strecken, teils im Inland, teils ins benachbarte Ausland. Der Interkontinentalverkehr ist nun etwas ganz neues für das Unternehmen.

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