Boeing 757: Sie will das NMA beerben.

Details zum NMA oder 797Boeings neues Flugzeugprojekt liegt auf Eis

Noch immer äußert sich Boeing nicht deutlicher zu seinem potenziellen neuen Jet mit dem Spitznamen 797. Einige Geschäftspartner verraten jedoch Details zum Projekt.

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Boeing hat selbst angekündigt, bei der Paris Air Show keine Entscheidung zum sogenannten New Middle of the Market Airplane NMA bekannt zu geben. Der Flugzeugbauer lässt sich bis 2020 Zeit. Dennoch erwartete die Branche zumindest einige Details zum Projekt , das den Spitznamen 797 erhalten hat. Doch alle Boeing-Manager, die sich in Le Bourget zum Thema äußerten, sagten nicht viel mehr, als dass die Rückkehr der 737 Max zurzeit Priorität habe.

Einige Details wurden allerdings durch Geschäftspartner von Boeing bekannt. So äußerte sich etwa Steven Udvar-Hazy, Chef von Air Lease Corporation, im Rahmen der Vorstellung des NMA-Konkurrenten Airbus 321 XLR. Das NMA-Projekt werde bei Boeing wohl auf Eis liegen, bis die Probleme um die 737 Max gelöst seien, sagte er. Dennoch stecke das Unternehmen viele Ressourcen in das Projekt, Hunderte Mitarbeiter würden daran arbeiten. Seine Leasingfirma begrüße das, so der Chef: «Wir mögen Wettbewerb.»

So groß wie eine Boeing 767-300?

Boeing-Chef Dennis Muilenburg hatte erst vor einigen Tagen gesagt, ein Airbus A321 XLR würde nur am Rand des Marktsegmentes kratzen, welches das NMA anvisieren würde. Klar ist: Sollte das Flugzeug je gebaut werden, wäre es zwischen Boeing 737 und 787 angesiedelt und würde in vielen Flotten wohl zuerst Boeing 757 und 767 ersetzen.

Einen Tag vor Messebeginn in Paris äußerte sich auch der Chef des Triebwerksherstellers GE Aviation. David Joyce sagte gemäß dem Fachportal Flighglobal: «Wir haben immer gedacht, dass das NMA etwas größer ist als der A321 XLR.» Etwa wie eine Boeing 767-300. Er erwarte zuerst eine größere NMA-Version, die er -7 nannte, und dann eine kleinere -6.

Eine oder zwei Triebwerksoptionen?

Zusammen mit Partner Safran habe man einen Entwurf für das Projekt eingereicht, so Joyce, auch wenn der Triebwerksschub dabei knapp über 50.000 Pfund liege, der üblichen Obergrenze des Joint Ventures CFM, so der GE-Aviation-Chef laut dem Fachmagazin AIN Online. Mit Pratt & Whitney scheint auch ein zweiter Hersteller im Rennen zu sein. Joyce zeigte sich allerdings skeptisch, ob der Markt groß genug sei für zwei Triebwerksoptionen.

Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker zeigte sich derweil überzeugt, dass Boeing das NMA bauen wird. Er hätte auch Interesse an dem Flugzeug, in erster Linie aber für die hauseigene Leasingsparte, sagte Al Baker vor Journalisten bei der Luftfahrtschau.

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