Letzte Aktualisierung: 6:29 Uhr

Boeing: Sydney-Frankfurt nonstop?

Boeing will seinen Verkaufsschlager B777 überarbeiten. Und damit die Welt ganz neu erschließen.

Boeing

B777: Bald mit ganz neuen Strecken?

Rein theoretisch könnte die neuste B777-200 die Distanz von rund 17’500 Kilometern schon zurücklegen. In der Richtung von Westen nach Osten könnte sie also ohne Zwischenhalt von Frankfurt in die australische Metropole Sydney fliegen. In der anderen Richtung ist das wegen des Gegenwindes nicht möglich. Doch für die Fluggesellschaften ist ein solcher Flug nicht wirtschaftlich. Es wäre zu teuer, das Benzin, das für die zusätzliche Reichweite benötigt wird, mit zu transportieren. Den Passagieren allerdings würde der Direktflug einiges an Zeit sparen. Statt bisher 22 bis 24 Stunden würde die Reise von Europa ans andere Ende der Welt nur noch 19 Stunden dauern.

Daher arbeitet Boeing nun an einer neuen, effizienteren Version des beliebten Langstreckenjets. Bis 2020 soll sie fertig sein und dann 14 bis 16 Prozent an Treibstoff einsparen, wie die englische Zeitung Daily Mail berichtet. Bisher läuft die neue Version unter dem Namen 777-8LX. Der amerikanische Flugzeugbauer reagiert damit auf die Bemühungen des europäischen Konkurrenten Airbus, seine Langstreckenjets noch weiter fliegen zu lassen. So genannte Sharklets an den Flügelenden sollen die Reichweite des A330 bald um etwa sieben Prozent erweitern. Bisher beträgt sie etwa 12’500 Kilometer. Außerdem munkelt man in der Branche schon über eine A380-Version mit größerer Reichweite.

Boeing würde Airbus übertreffen

Bei einer Reichweite von 17’500 Kilometern hätte die neue B777 sogar noch Treibstoff für 500 weitere Kilometer im Tank, wie die australische Nachrichtenseite News.com berichtet. Damit würde Boeing die Ziele, die der Konkurrent Airbus bisher hat, übertreffen. Schon 1989 hat die australische Airline Qantas mit einer Boeing B747 einen Direktflug zwischen London und Sydney ausgeführt – allerdings hauptsächlich zu PR-Zwecken. Auch war dieser nicht mit der vollen Passagierzahl besetzt, sondern nur einigen auserwählten Gästen.

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