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Bestellung von PIA

Boeing überzeugt Pakistan vom Dreamliner

In einem Brief fordert Boeing die pakistanische Regierung auf, eine Bestellung von Boeing 777-300ER für die staatliche PIA Pakistan International Airlines in Dreamliner umzuwandeln. Offenbar hatte der Flugzeugbauer Erfolg.

Boeing

Dreamliner-Produktion: Bald fliegt der Boeing-Jet in Pakistan.

Boeing geht den indirekten Weg. Zivilsparten-Chef Ray Conner wandte sich nicht an die Chefs von PIA Pakistan International Airlines, sondern an die Eigentümer der Fluggesellschaft. Er schrieb einen Brief an Premierminister Nawaz Sharif mit Kopie an Finanzminister Ishaq Dar. «Lieber Premierminister», beginnt das Schreiben vom 8. August 2016. Boeing habe seit den Sechzigerjahren eine enge Beziehung zur staatlichen Fluglinie. Denn diese habe fast jedes Modell einmal in der Flotte gehabt – von der 720 bis zur 777.

Dann schlägt Conner Sharif einen Deal für PIA vor. Man sehe eine gute Chance, die bestehende Bestellung für 5 Boeing 777-300ER in ein neueres Modell umzuwandeln. Er empfiehlt der Fluggesellschaft, Dreamliner anzuschaffen, wie der TV-Sender Dunya News berichtet. Man glaube, dass die Boeing 787 helfen würde, PIA wieder profitabel zu machen und erstklassigen Service auf Strecken nach Europa und Asien bieten zu können. «Wir haben in den letzten Monaten mit dem Management von PIA einen entsprechenden Plan ausgearbeitet», so Conner weiter.

Erstes Flugzeug schon 2017

Offenbar hatte Boeing damit Erfolg. Nach einer Sitzung des Managements gab eine für PIA zuständige Regierungskommission bekannt, dass man 8 Dreamliner kaufen werde. Das erste Flugzeug soll schon 2017 ausgeliefert werden. Für welches Modell der 787 sich PIA entschieden hat, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Es ist gleich ein doppelter Erfolg für Boeing. 8 Dreamliner kosten (Wenn man mit dem kleinsten und günstigsten Modell rechnet) mindestens 1,8 Milliarden Dollar. Die 5 777-300ER hätten nach Listenpreisen 1,6 Milliarden gekostet. Auf ihnen gibt es aber größere Rabatte als auf dem neuen Dreamliner. Zudem kann der amerikanische Hersteller die Produktion des Dreamliners wieder besser auslasten. Zuletzte kamen zuwenig Orders für das Langstreckenflugzeug herein.



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