Hochgeklappte Flügelspitze der Boeing 777X.

Emirates-Präsident Tim ClarkBoeing hofft auf 777X-Zertifizierung im Juli 2023

Emirates und Lufthansa warten als Erstkunden auf die Boeing 777X. Der Flugzeugbauer visiert die Zertifizierung des Modells nun für den Sommer 2023 an.

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Boeing zeigte sich zuversichtlich, aber wenig konkret. Man plane weiterhin, die ersten Boeing 777X im Jahr 2023 auszuliefern, hieß es vom Flugzeugbauer am Montag (15. November) bei der Dubai Airshow. Für wann der Hersteller die Zertifizierung des Modells anpeilt, verriet er aber nicht. Das übernahm am Dienstag Emirates-Präsident Tim Clark.

«Boeing hat die Zertifizierung jetzt auf Juli 2023 verschoben», sagte Clark, der Boeing zuletzt wiederholt kritisiert hatte für die Verspätungen bei der 777X. «Jetzt kann jeder raten, ob sie das erreichen werden, angesichts dessen, was im Moment los ist.»

Emirates fühlt sich ein Stück weit gefangen

Clark betonte, dass Emirates weiter zur 777X-Order stehe und er überzeugt sei, dass es sich um ein gutes Flugzeug handele. Außerdem habe man selber zuerst mit Boeing definiert, was für die Nachfolge der aktuellen 777 nötig sei. Daher fühle man sich nun auch ein Stück weit gefangen darin. Emirates ist zusammen mit Lufthansa 777X-Erstkundin.

Die 777X werde irgendwann Einzug halten in die Flotte von Emirate - wann, könne er aber nicht sagen, so Clark. «Wir sind uns mit Boeing einig, dass wir ein aussagekräftigeres Gespräch darüber führen können, wann sie an Emirates liefern werden, wenn sie bei der FAA-Prüfung und dem Zertifizierungsfortschritt ein bisschen weitergekommen sind.»

Ältere Boeing 777 werden aufgewertet

Daher habe man sich auch entschieden, ältere Boeing 777-300ER nun upzugraden, sagte Clark. Damit verwies er auf die Ankündigung vom Morgen, neben 52 weiteren Airbus A380 auch 53 Boeing 777 mit der neuen Premium Economy Class auszustatten.

Während sich Emirates regelmäßig öffentlich zur 777X und Boeings Verspätungen bei dem neuen Langstreckenjet äußert, hält Lufthansa als zweite Erstkundin sich stets zurück. Die deutsche Airline hat sich bisher nie geäußert, bevor der Hersteller dies selber tat.

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