Flugzeugfriedhof: Mit Ersatzteilen lässt sich viel Geld machen.

Neue EinnahmemöglichkeitenBoeing setzt auf kaputte Flieger

Auch Flugzeugbauer suchen nach neuen Wegen, Geld zu verdienen. Boeing will das nun mit Flugzeugen machen, die von Airlines ausrangiert wurden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es ist so etwas wie ein Generationenwechsel. Dreamliner, Airbus A350, Boeing 777X, A330 Neo – all diese neuen Jets zeichnen sich durch Effizienz und Modernität aus. Die Orderbücher der Hersteller füllen sich, da die neuen Flieger vor allem wegen ihrer Sparsamkeit beliebt sind. Für andere Modelle heißt das allerdings, dass ihre Popularität massiv leidet. Viele Flugzeuge, die ihre durchschnittliche Lebensdauer noch gar nicht hinter sich haben, werden von Fluggesellschaften in Rente geschickt. Die Flugzeugfriedhöfe der Welt füllen sich.

Boeing wittert da nun ein großes Geschäft. Denn der Markt für gebrauchte Flugzeugteile wird momentan auf 3,2 Milliarden Dollar geschätzt – Tendenz steigend. John Wojick, Boeings Vize-Marketingchef erklärte laut einem Artikel der Seattle Times, dass der Flugzeugbauer gerne in den Markt einsteigen würde. Man überlege sich, eine Firma zu kaufen, deren Spezialität das Recycling von Triebwerken, Fahrwerken und anderen Komponenten ausrangierter Flugzeuge ist.

Derzeit hat das Boeing noch ausgelagert

Momentan ist es noch ein Geschäftsfeld, welches der Flugzeugbauer ausgelagert hat. Vor allem, weil Boeing gebrauchte Flugzeuge von Airlines selbst kauft, um etwa die Bestellungen für die Boeing 747-8 Intercontinental anzufeuern, merkte der Hersteller aber, dass Recycling sehr lukrativ sein kann. Wenn man das Geschäft künftig selbst übernehme, so Wojick, könne das Umsatz und Gewinn erhöhen.

Analysten bewerten die Entscheidung als strategisch schlau. Denn von den Fluggesellschaften dürften innerhalb der nächsten zehn Jahre rund tausend Jets jährlich in Rente geschickt werden, wie Analyst Richard Brown von IFC Leasing errechnete. «Wir stehen vor einem regelrechten Tsunami an Flugzeug-Stilllegungen», erklärte er anlässlich der Konferenz des Verbands der Flugzeug-Recycler Afra.

«Vor einer Welle»

Zu einem ähnlichen Schluss kommt Boeings Umweltbeauftragte Julie Felgar. 41 Prozent der global aktiven Flotte dürfte laut ihren Berechnungen in einem Jahrzehnt bereits in Rente gegangen sein – eben wegen der neuen und effizienteren Jets. «Wir stehen vor einer regelrechten Welle», beurteilt auch sie die Situation.

Mehr zum Thema

D-ABPQ: Die Boeing 787-9 liegt mit der Nase auf dem Boden.

Wie kann ein Flugzeug plötzlich auf die Nase fallen?

Hochgeklappte Flügelspitze der Boeing 777X: Die 777-9 ist die erste Variante.

Fürchten Airlines Terrible Teens bei der Boeing 777-9?

Boeing 787: Auch dieses Modell dürfte in der Order aus China enthalten sein.

Boeing ist zurück im Spiel mit China - aber kleiner und geheimnisvoller als erwartet

ticker-boeing-1

Jetzt spricht Donald Trump von bis zu 750 Jets, die China bei Boeing bestellen will

Video

Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
corendon curacao tanz
So sieht man einen Piloten im Dienst selten: Ein Mitglied der Cockpitcrew von Corendon hat sich von einem Fan des Nationalteams von Curaçao zu einer Tanzeinlage animieren lassen.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada boeing 777 (1)
Vor 15 Jahren wurde er zum Kapitän befördert - offenbar mithilfe gefälschter Dokumente. So flog der Mann für Air Canada als Kommandant, ohne die Berechtigung dafür zu besitzen. Jetzt wurde er festgenommen.
Timo Nowack
Timo Nowack