Produktion der Boeing 737 Max: Änderungen statt Ausbau.

Erstes QuartalBoeing baut weniger als 38 Boeing 737 Max pro Monat

Der Flugzeugbauer hat ein schwieriges Quartal hinter sich. Die Produktionsrate der 737 Max musste Boeing reduzieren - wie stark genau, verrät der Konzern allerdings nicht.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Die Produktionsrate der Boeing 737 Max ist für den Flugzeugbauer schon seit einiger Zeit ein heikles Thema. Als der Hersteller im Juni 2022 Journalistinnen und Journalisten zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie durch sein Werk bei Seattle führte, wollte ein englischer Journalist die Manager auf einen Zeitplan für die Steigerung der Produktionsrate festnageln. Doch das blieb trotz beharrlichen Fragens erfolglos. Damals wollte sich Boeing vor allem aufgrund von Unsicherheiten bei den Zulieferern nicht festlegen.

Mittlerweile sind die Probleme hausgemacht. Nachdem eine Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines im Januar 2024 im Flug ein Rumpfpaneel verlor, verbot die Luftfahrtbehörde FAA dem Hersteller, die Produktionsrate anzuheben. Boeing muss seine Produktionsprobleme in den Griff bekommen und Sicherheitskultur und Qualitätskontrolle verbessern.

Produktionsrate unter 38 - aber wie viel?

Im Februar kündigte der Flugzeugbauer an, die Rate in der zweiten Jahreshälfte 2024 auf 38 Flugzeuge pro Monat zu stabilisieren. Dass Boeing aktuell darunter liegt, bestätigte Konzern in den Zahlen zum ersten Quartal am Mittwoch (24. April).

«Im Laufe des Quartals verlangsamte das 737-Programm die Produktion auf unter 38 pro Monat, um Verbesserungen am Qualitätsmanagementsystem vorzunehmen», heißt es. Darüber hinaus setzte man einen umfassenden Aktionsplan um, um den Anforderungen der FAA gerecht zu werden. Wie viel unter 38 die Rate lag, verriet Boeing nicht.

Erstes Quartal weniger schlecht als befürchtet

Derweil fiel der Verlust des Konzerns im ersten Quartal unterm Strich mit 355 Millionen Dollar 16 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Auch lag der bereinigte Mittelabfluss nicht wie von Analysten befürchtet bei 4,5 Milliarden Dollar, sondern bei 3,9 Milliarden Dollar. Boeing hat das erste Vierteljahr also besser überstanden als befürchtet.

«Unsere Ergebnisse für das erste Quartal spiegeln die Sofortmaßnahmen wider, die wir zur Verlangsamung der 737-Produktion ergriffen haben, um die Qualität zu verbessern», sagte Boeing-Chef Dave Calhoun. «Wir werden uns die notwendige Zeit nehmen, um unsere Qualitäts- und Sicherheitsmanagementsysteme zu stärken, und diese Arbeit wird uns für eine stärkere und stabilere Zukunft positionieren.»

Mehr zum Thema

Eine Boeing 737 Max 10 und eine 737 Max von Alaska Airlines: Etliche Herausforderungen.

Diese Probleme muss Boeings neue Führung lösen

Dreamliner-Produktion: Da lief etwas schief.

Boeing-Whistleblower: «Leute sprangen auf die Teile des Flugzeugs»

Michael O'Leary (Zweiter von links) und Stan Deal (ganz rechts) bei der Unterzeichnung einer großen Bestellung 2023: Da war die Laune noch gut.

Warum Ryanair-Chef O'Leary bei Boeing ein Kamel vermutet

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies