Produktion der Boeing 737 Max: Änderungen statt Ausbau.

Erstes QuartalBoeing baut weniger als 38 Boeing 737 Max pro Monat

Der Flugzeugbauer hat ein schwieriges Quartal hinter sich. Die Produktionsrate der 737 Max musste Boeing reduzieren - wie stark genau, verrät der Konzern allerdings nicht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Produktionsrate der Boeing 737 Max ist für den Flugzeugbauer schon seit einiger Zeit ein heikles Thema. Als der Hersteller im Juni 2022 Journalistinnen und Journalisten zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie durch sein Werk bei Seattle führte, wollte ein englischer Journalist die Manager auf einen Zeitplan für die Steigerung der Produktionsrate festnageln. Doch das blieb trotz beharrlichen Fragens erfolglos. Damals wollte sich Boeing vor allem aufgrund von Unsicherheiten bei den Zulieferern nicht festlegen.

Mittlerweile sind die Probleme hausgemacht. Nachdem eine Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines im Januar 2024 im Flug ein Rumpfpaneel verlor, verbot die Luftfahrtbehörde FAA dem Hersteller, die Produktionsrate anzuheben. Boeing muss seine Produktionsprobleme in den Griff bekommen und Sicherheitskultur und Qualitätskontrolle verbessern.

Produktionsrate unter 38 - aber wie viel?

Im Februar kündigte der Flugzeugbauer an, die Rate in der zweiten Jahreshälfte 2024 auf 38 Flugzeuge pro Monat zu stabilisieren. Dass Boeing aktuell darunter liegt, bestätigte Konzern in den Zahlen zum ersten Quartal am Mittwoch (24. April).

«Im Laufe des Quartals verlangsamte das 737-Programm die Produktion auf unter 38 pro Monat, um Verbesserungen am Qualitätsmanagementsystem vorzunehmen», heißt es. Darüber hinaus setzte man einen umfassenden Aktionsplan um, um den Anforderungen der FAA gerecht zu werden. Wie viel unter 38 die Rate lag, verriet Boeing nicht.

Erstes Quartal weniger schlecht als befürchtet

Derweil fiel der Verlust des Konzerns im ersten Quartal unterm Strich mit 355 Millionen Dollar 16 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Auch lag der bereinigte Mittelabfluss nicht wie von Analysten befürchtet bei 4,5 Milliarden Dollar, sondern bei 3,9 Milliarden Dollar. Boeing hat das erste Vierteljahr also besser überstanden als befürchtet.

«Unsere Ergebnisse für das erste Quartal spiegeln die Sofortmaßnahmen wider, die wir zur Verlangsamung der 737-Produktion ergriffen haben, um die Qualität zu verbessern», sagte Boeing-Chef Dave Calhoun. «Wir werden uns die notwendige Zeit nehmen, um unsere Qualitäts- und Sicherheitsmanagementsysteme zu stärken, und diese Arbeit wird uns für eine stärkere und stabilere Zukunft positionieren.»

Mehr zum Thema

Eine Boeing 737 Max 10 und eine 737 Max von Alaska Airlines: Etliche Herausforderungen.

Diese Probleme muss Boeings neue Führung lösen

Dreamliner-Produktion: Da lief etwas schief.

Boeing-Whistleblower: «Leute sprangen auf die Teile des Flugzeugs»

Michael O'Leary (Zweiter von links) und Stan Deal (ganz rechts) bei der Unterzeichnung einer großen Bestellung 2023: Da war die Laune noch gut.

Warum Ryanair-Chef O'Leary bei Boeing ein Kamel vermutet

ticker-boeing-1

Streikrisiko sinkt: Boeing erzielt vorläufige Einigung mit 17.000 Ingenieurs- und Technik-Fachkräften

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack