B747 von Kabo Air: Probleme in Saudi Arabien.

Boeing 747 zu alt für Pilger

Die Behörden Saudi Arabiens ließen ein Flugzeug mit mehr als 500 Pilgern aus Bangladesch nicht ins Land. Die B747 war ihnen zu alt.

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Für 582 Pilger startete der Haddsch alles andere als gut. Die gläubigen Muslime sollten mit Biman Bangladesh Airlines nach Jeddah fliegen, von wo aus es dann nach Mekka weiter gehen sollte. Für die Pilger-Zeit bieten viele Fluggesellschaften in Ländern mit einem hohen Anteil an muslimischen Bürgern Extraflüge an. So auch Biman. Dafür hatte die Airline eine Boeing 747 der nigerianischen Kabo Air ausgeliehen. Was eigentlich die Effizienz steigern sollte, resultierte in Chaos.

Denn die saudi-arabischen Behörden ließen die Boeing 747 nicht nach Jeddah fliegen – ausgerechnet am ersten Tag der Haddsch-Flüge. Der Grund: Der Flieger war zu alt. Nur Flugzeuge, die höchstens zwanzig Jahre alt sind, dürften nach Saudi Arabien fliegen. Der Jumbo zähle 21 Jahre, wie ein Manager von Biman gegenüber dem Nachrichtenportal BD News24 erklärte. Offenbar hatte die nigerianische Fluggesellschaft Biman bezüglich des Alters falsch informiert. Man sei davon ausgegangen, dass sie Angaben stimmten, so Kevin Steele, Chef der Fluggesellschaft aus Bangladesch. «Kabo hätte das mit den Behörden viel früher klären müssen.»

Falsche Informationen?

Es war offenbar nicht das erste Mal, dass es mit Kabo Probleme gab. Von der afrikanischen Fluglinie zu leasen sei «Selbstmord», zitiert BD News 24 ein ehemaliges Aufsichtsratsmitglied von Biman Bangladesh Airlines. Kabo war außerdem bereits 2009 auf der schwarzen Liste Bangladeschs gelandet, weil ihr schon damals Betrug bei der Vermietung von Fliegern vorgeworfen worden war. Kabo Air betreibt eine Flotte von vier B747. Die jüngste Maschine ist knapp 21 Jahre, die ältesten sind mehr als 27 Jahre alt.

Biman startete den Flug schließlich mit einer eigenen Boeing 777. Doch das hatte zur Folge, dass 163 Pilger zurück bleiben mussten, weil sie nicht mehr in den kleineren Flieger hinein passten. Man versuche, das Problem so schnell wie möglich zu lösen, sagte Biman. Und wenig später durfte dann die B747 von Kabo doch auch noch starten.

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