Flieger von Luxair: «Schlag ins Gesicht».

Streit mit GewerkschaftenBei Luxair herrscht dicke Luft

Die luxemburgische Airline hat harte Sparmaßnahmen wegen Corona beschlossen. Gewerkschaften sind sauer, dass Luxairs Management im Alleingang handelt.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

«Der Luxair geht es nicht gut» - mit diesen Worten beschrieb der neue Geschäftsführer Gilles Feith im Juli die Lage der Fluglinie. Wegen Corona sind die Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahr in der ersten Jahreshälfte 2020 um zwei Drittel zurückgegangen. Während sich etwa ein Drittel der Angestellten in Kurzarbeit befinden, läuft der Neustart schleppend an.

Das Heimatdrehkreuz Luxemburg zählte im Juni insgesamt nur etwa ein Zehntel der Passagiere des Vorjahreszeitraums. Im Juli gingen bei Luxair die Buchungszahlen im Vergleich zum Juni sogar nochmals zurück. Es zeichnete sich ab, dass die luxemburgische Nationalairline einen harten Sparkurs einschlagen muss.

«Schlag ins Gesicht»

Gemeinsam mit der Frachtairline Cargolux, Findel-Betreiber Luxairport, der Regierung Luxemburgs sowie Gewerkschaften erklärte Luxair nach einem Krisentreffen im Juli, man könne Entlassungen vermeiden. Mit den Sitzungspartnern wurde entschieden, gemeinsame Pläne zur Stärkung der luxemburgischen Luftfahrt zu schmieden.

Wenige Tage vor dem nächsten Gipfeltreffen am Donnerstag (17. September) beschloss Luxair nun aber eigene Sparmaßnahmen, berichtet die Zeitung Luxemburger Wort. Diese erarbeitete die Generaldirektion der Fluglinie angeblich ohne Rücksprache mit den Sitzungspartnern, beklagen Gewerkschaften. Sie sprechen von einem «Schlag ins Gesicht».

Kürzungen zu Lasten der Mitarbeiter

Im Maßnahmenkatalog ist demnach vorgesehen, Gehälter für drei Jahre zu reduzieren, Urlaubstage auf das gesetzliche Minimum zu beschränken sowie die Zahlung eines 13. Monatsgehalts auszusetzen. Ebenso werden Beförderungen gemäß Betriebszugehörigkeit sowie bezahlte 15-minütige Pausen gestrichen, berichtet die Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek. Eine Stellungnahme der luxemburgischen Regierung, die 52 Prozent der Anteile an Luxair hält, steht bislang aus.

Dass Luxemburg die Maßnahmen entschärft, ist nicht auszuschließen. Kritische Stimmen unterstellen Luxair, die Ankündigung als verlängerten Verhandlungshebel zu nutzen im Vorfeld kommender Krisentreffen, bei denen Sparmaßnahmen diskutiert werden. Eine Anfrage von aeroTELEGRAPH lies Luxair bis zum Erscheinen dieses Artikels unbeantwortet.

Mehr zum Thema

Sumo vor einem seiner beiden fliegenden Werke.

Luxair - ein Paradies für schrille Vögel

ATR 72 von DAT: Ab 2020 regelmäßig in Saarbrücken zu sehen.

DAT löst Luxair auf Strecke Saarbrücken - Berlin ab

Flieger von Luxair in Berlin-Tegel: Passagierzahlen hinter Erwartungen.

Saarbrückens Berlin-Flüge auf der Kippe

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zur Kollision einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies