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Das Risiko Bord-Kaffee

Haben Sie sich je gewundert, warum so viele Piloten und Stewardessen ihren eigenen Kaffeebecher dabei haben? Die Antwort wird Ihnen nicht gefallen.

Gregor Schlaeger / Lufthansa

Bakterien im Kaffee: Getränke in Flaschen sind sicherer.

Crewmitglieder könnten so viel Kaffee und Tee gratis trinken, wie sie wollen. Doch ziemlich viele Piloten und Stewardessen verzichten darauf und bringen ihren eigenen Kaffee mit an Bord. Der Grund ist so simpel wie unappetitlich: Das verwendete Wasser im Flugzeug ist ziemlich dreckig. Das berichtet der amerikanische TV-Sender NBC.

Demnach hätten Tests der Umweltbehörde EPA ergeben, dass das Wasser an Bord bei «einem hohen Prozentsatz» der kommerziellen Flugzeuge mit Bakterien belastet ist. In zwölf Prozent aller untersuchten Flieger konnten coliforme Bakterien nachgewiesen werden – ein Indiz dafür, dass andere möglicherweise gefährliche Bakterien, wie etwa E.coli, im Wasser sind.

Exkremente im Wasser?

Zudem ist es auch ziemlich eklig: Bilder von NBC zeigen schleimigen Bodensatz in Wassertanks einiger Airlines. «Wenn E.coli im Wasser sind, dann sind da Exkremente drin», erklärt Brenda Wiles, die ein Labor für Wasseruntersuchungen betreibt. Ähnliche Analysen für Europa gibt es bislang nicht.

Die Untersuchungen wurden bereits 2012 durchgeführt, aber erst jetzt bekannt. Bereits 2004 untersuchte EPA 300 Flugzeuge, in 15 Prozent ließen sich coliforme Bakterien nachweisen. «Ich würde sagen, dass es noch immer eine hohe Prozentzahl ist», erklärt Bill Honker, Vize-Chef der Wasserschutzabteilung der EPA. «Es muss mehr dagegen unternommen werden. Wir erwarten signifikante Verbesserungen durch die Airlines.»



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