Bakterien im Kaffee: Getränke in Flaschen sind sicherer.

Das Risiko Bord-Kaffee

Haben Sie sich je gewundert, warum so viele Piloten und Stewardessen ihren eigenen Kaffeebecher dabei haben? Die Antwort wird Ihnen nicht gefallen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Crewmitglieder könnten so viel Kaffee und Tee gratis trinken, wie sie wollen. Doch ziemlich viele Piloten und Stewardessen verzichten darauf und bringen ihren eigenen Kaffee mit an Bord. Der Grund ist so simpel wie unappetitlich: Das verwendete Wasser im Flugzeug ist ziemlich dreckig. Das berichtet der amerikanische TV-Sender NBC.

Demnach hätten Tests der Umweltbehörde EPA ergeben, dass das Wasser an Bord bei «einem hohen Prozentsatz» der kommerziellen Flugzeuge mit Bakterien belastet ist. In zwölf Prozent aller untersuchten Flieger konnten coliforme Bakterien nachgewiesen werden - ein Indiz dafür, dass andere möglicherweise gefährliche Bakterien, wie etwa E.coli, im Wasser sind.

Exkremente im Wasser?

Zudem ist es auch ziemlich eklig: Bilder von NBC zeigen schleimigen Bodensatz in Wassertanks einiger Airlines. «Wenn E.coli im Wasser sind, dann sind da Exkremente drin», erklärt Brenda Wiles, die ein Labor für Wasseruntersuchungen betreibt. Ähnliche Analysen für Europa gibt es bislang nicht.

Die Untersuchungen wurden bereits 2012 durchgeführt, aber erst jetzt bekannt. Bereits 2004 untersuchte EPA 300 Flugzeuge, in 15 Prozent ließen sich coliforme Bakterien nachweisen. «Ich würde sagen, dass es noch immer eine hohe Prozentzahl ist», erklärt Bill Honker, Vize-Chef der Wasserschutzabteilung der EPA. «Es muss mehr dagegen unternommen werden. Wir erwarten signifikante Verbesserungen durch die Airlines.»

Mehr zum Thema

Bild von einem extremen Fund am Flughafen München 2023: Der Zoll stellte damals 16 Kilogramm ungekühltes Ziegenfleisch, Kopf und Magen in einem Koffer sicher.

Untersuchung am Flughafen Frankfurt: Wenn rohes Fleisch im Gepäck multiresistente Bakterien enthält

Benebelung mit Desinfektionsmittel: So reinigt Delta ab Mai vor jedem Flug.

So will Delta auch nach Corona sauber bleiben

Flugzeugkabine: Eine Ansteckung über die Luft ist unwahrscheinlich.

So schützen Sie sich an Bord vor Viren und Bakterien

Toilette im Flugzeug: Abwässer werden nach Bedarf abgepumpt.

Die gefährliche Mischung in Flugzeugtoiletten

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies