Lot-Werbung mit Dreamliner: Avianca sucht eine europäische Präsenz.

Avianca will Alitalia oder Lot

Bei TAP blitzte Avianca-Eigner German Efromovich ab. Eine Europa-Präsenz bleibt aber sein Ziel. Er will es mit einer neuen Fluglinie, Alitalia oder Lot erreichen.

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In Lissabon stieß German Efromovich auf taube Ohren. Die portugiesische Regierung wollte ihm TAP nicht verkaufen. Dabei hatte der Eigner der kolumbianischen Airline Avianca extra die polnische Staatsbürgerschaft angenommen, um als Bieter in Frage zu kommen. Auf den Pass hat er über seine Vorfahren Anrecht. Nur Europäer dürfen mehr als 49 Prozent einer europäischen Airline übernehmen. Lissabon ließ Efromovich und seine Synergy Group dennoch abblitzen und legte die Privatisierung auf Eis.

Umsonst hat er sich die bürokratische Mühe aber offenbar nicht gemacht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der Unternehmer ernsthaftes Interesse an einer europäischen Airline. «Ich muss meine Fluglinie in Europa weiter voranbringen», so Efromovich. «Entweder durch Akquisitionen oder durch die Gründung einer neuen Fluggesellschaft».

Efromovich sieht sich Alitalia und Lot genau an

Übernahmeziele gibt es offenbar auch schon. Er sehe sich Alitalia und Lot genau an, so Efromovich gegenüber der polnischen Zeitung Rzeczpospolita. Die Gründung einer neuen Fluglinie prüft er aber genauso. Denn er hält die Risiken eines Kaufs für nicht unwesentlich. Welchen Weg in Europa er sich entscheidet, will Efromovich schon im Frühjahr des kommenden Jahres bekannt geben.

Nur eines ist klar: TAP ist für ihn passé. Die portugiesische Regierung will die Privatisierungspläne zwar nun wieder vorantreiben. Doch dem Avianca-Eigner ist das egal. «TAP ist für mich nicht mehr interessant», kommentiert er.

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