Flieger von Austrian Airlines: Zumindest der Sommer läuft gut.

Kaum Geschäftsreise-BuchungenAustrian Airlines‘ Warten auf den nachhaltigen Aufschwung

Die Restrukturierung läuft, doch der Weg ist steinig. Auf ein neues Langstreckenmodell will man bei AUA noch keine Gedanken verschwenden - hält die Boeing 787 aber durchaus für geeignet.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Was den Sommer anlangt, könnte das Austrian Airlines‘ Management fast euphorisch werden. Denn das touristische Geschäft läuft hervorragend und liegt 10 Prozent über dem Niveau von 2019, sagte Vorstand Michael Trestl am Donnerstag (5. August) in der Online-Pressekonferenz. Doch der Blick in den Herbst macht vorsichtig.

Normalerweise tragen in dieser Jahreszeit Geschäftsreisende das Geschäft, doch die bleiben aktuell die große Unbekannte. «Da gibt es bis jetzt vor allem Absichtserklärungen, kaum Buchungen», sagt Trestl. Jetzt hofft er auf eine verlängerte Tourismussaison. Waren die Flugzeuge im ersten Halbjahr durchschnittlich zu 53,1 Prozent ausgelastet, lagen die Flüge nach Asien sehr deutlich unter diesem Schnitt, die Flüge in die USA darüber.

Schwarze Zahlen im dritten Quartal?

Finanziell geht es Austrian Airlines den Umständen entsprechend. Auf der einen Seite sei das Liquiditätspolster durch Flugzeugverkäufe sogar gewachsen, auf der anderen Seite stünden aber die Kredite und gestundeten Abgaben für die Sozialversicherung. «Wir dürfen uns heute nicht täuschen, dass wir in den nächsten Jahren diese Schulden auch zurückzahlen müssen können», so Airline-Chef Alexis von Hoensbroech. Im dritten Quartal rechnet er, zumindest in einzelnen Monaten, schon auf schwarze Zahlen.

Beim Weg heraus aus den roten Zahlen hilft der weitere Personalabbau. 850 Beschäftigte haben das Unternehmen schon verlassen, weitere 500 müssen folgen. Hoensbroech kann sich da ein Anreizsystem vorstellen, aber keinen Golden Handshake. Ebenso hilfreich bei der Konsolidierung ist die Kurzarbeit, die bis Ende des ersten Quartals 2022 laufen soll. Nach wie vor sind alle Angestellte in Kurzarbeit, allerdings in sehr unterschiedlichem Ausmaß.

«787 aus heutiger Sicht ein gutes Muster»

Ein weiterer Hebel ist die Verkleinerung und Bereinigung der Flugzeugflotte. Von ursprünglich 83 Flugzeugen sind bereits 18 Dash 8-400 verkauft worden, ebenso zwei Boeing 767, die dritte soll in den kommenden Tagen folgen. Sieben Airbus A319 werden in den nächsten Monaten verkauft. Sechs gebrauchte A320 sind dazu gekommen.

Auf ein Nachfolgemodell für die Langstreckenflotte verschwende man, so Trestl, derzeit keinen Gedanken. Auf eine Skala von eins bis zehn, wie weit die Überlegungen gediehen sind, stehe man derzeit bei «eins oder null». Zuerst müsse das Unternehmen restrukturiert und die Investitionsfähigkeit sichergestellt werden. «Dann kann man sich Gedanken über neue Langstreckenflugzeuge machen, sagt Trestl, eine Modellauswahl stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung. «Die Boeing 787 wäre aus heutiger Sicht ein gutes Muster, aber da wären noch viele Entscheidungen zu treffen.»

Mehr zum Thema

Austrian Airlines tut sich schwer mit der Erholung

Austrian Airlines tut sich schwer mit der Erholung

Austrian Airlines erhöht Frequenz zwischen Wien und Pristina

Austrian Airlines erhöht Frequenz zwischen Wien und Pristina

Embraer E195 von Austrian Airlines: Ein Jet dieses Typs geriet in Schwierigkeiten.

Austrian-Airlines-Piloten 73 Sekunden handlungsunfähig

ticker-austrian

Das sind die neuen Ziele von Austrian Airlines im Sommerflugplan 2027

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack